Pinzberg

Feuerwerk für Minister Glauber

Wie Silvester und Weihnachten gleichzeitig feierten die Pinzberger den frischgebackenen Umweltminister Thorsten Glauber als nunmehr berühmtesten Sohn ihres Ortes.
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Nein, neuer Weltminister, wie auf dem Bildausschnitt zu lesen, ist er noch nicht - aber immerhin konnten die Pinzberger Thorsten Glauber (links) als Umweltminister feiern. Der Stolz steht Bürgermeister Reinhard Seeber (Mitte) ins Gesicht geschrieben. Fotos: Andreas Hofbauer
Nein, neuer Weltminister, wie auf dem Bildausschnitt zu lesen, ist er noch nicht - aber immerhin konnten die Pinzberger Thorsten Glauber (links) als Umweltminister feiern. Der Stolz steht Bürgermeister Reinhard Seeber (Mitte) ins Gesicht geschrieben. Fotos: Andreas Hofbauer
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Mit Blasmusik, Böllerschüssen, Fackelzug und Feuerwerk ehrte die Gemeinde Pinzberg den frischgebackenen Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW). Der gebürtige Pinzberger ist nach dem ehemaligen Ebermannstadter Landrat Rudolf Eberhard (CSU), der von 1957 bis 1964 Bayerischer Finanzminister war, erst der zweite Minister, der aus dem Landkreis Forchheim kommt.

"Wir alle sind stolz, einen Minister in unserem Gemeinderat und dem Rat der Verwaltungsgemeinschaft zu haben", unterstrich Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU/Bürgerblock). Eröffnet hatten den Empfang vor der festlich illuminierten Marienkapelle die Böllerschützen von Bavaria Pinzberg mit Salutschüssen. Der Musikverein schloss sich mit dem Frankenlied an.

Bürgermeister Reinhard Seeber wünschte Thorsten Glauber auch im Namen aller Bürger der Gemeinde und der zahlreichen Gäste, die zu dem Empfang gekommen waren, für seine verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg und Gottes Segen. "Bleib so gelassen, wie du bist" gab, Seeber dem neuen Minister als guten Rat mit auf den Weg.

Unter dem Gelächter der zahlreichen Besucher fügte der Pinzberger Bürgermeister an: "Wenn du Geld zu verteilen hast, denke immer an Pinzberg und die VG." Dann zerrissen erneut die Mündungsfeuer der Böllerschützen die Dunkelheit und die Musiker nahmen ihre Instrumente zu Hand für ein weiteres Ständchen.

Das große Wahlplakat, das Thorsten Glauber als Marathonläufer zeigt, war mit guten Wünschen ergänzt worden. "Wir sind stolz auf dich und gratulieren dir zu deinem Ministeramt" stand da ebenso wie "Für deine verantwortungsvolle Aufgabe wünschen wir dir Mut und eine glückliche Hand".

Dank an die Wegbegleiter

Vor dieser Kulisse bedankte sich Thorsten Glauber trotz der frischen Temperaturen für den "warmen Empfang", den ihm seine Heimatgemeinde bereitet habe. Er habe viele Tage gebraucht, um zu spüren, was da wirklich passiert war.

Den Empfang nutzte Glauber als gute Gelegenheit, seinen Freunden und Wegbegleitern, allen voran seinen Eltern und Geschwistern sowie den beiden Neffen, für ihre Unterstützung zu danken.

Gleichzeitig unterstrich der frisch gebackene Umweltminister seine Verbindung zur Kommunalpolitik. "Das ist die ehrlichste Form der Politik", so Glauber. "Was hier jemand verspricht, wird vor der Kirche, am Sportplatz und im Wirtshaus eingefordert. Für mich ist das die Art, wie man Politik machen muss", betonte Glauber.

Die richtigen Instrumente, um die neue Aufgabe bewältigen zu können, habe er in der Kommunalpolitik gelernt, betonte der Umweltminister, der seine ersten kleinen Bewährungsproben in Punkto Reaktorsicherheit bereits hinter sich gebracht habe.

Glauber betonte: "Ich komme in ein bestens bestelltes Haus mit 580 qualifizierten Mitarbeitern." Wie umfangreich sein Aufgabengebiet ist, skizzierte er mit dem Hinweis, dass auch Lebensmittelrecht und Verbrauchersicherheit Teilbereiche seines Ministeriums seien.

Deren Kontrollen seien grundsätzlich positiv zu sehen, denn sie seien zum Besten der Verbraucher. Das sei gelebter Umwelt- und Naturschutz, versicherte Glauber, der nach eigenen Angaben auch als Architekt einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gepflegt habe. "Ich darf der Natur nur dann einen Quadratmeter Fläche entnehmen, wenn ich dafür wertvolle Architektur zurückgebe", versicherte Glauber.

Er will die Erdung nicht verlieren

Ehe Thorsten Glauber die Lunte einer Silvesterrakete entzündete und damit den Startschuss für ein prächtiges Feuerwerk gab, versicherte er den Pinzbergern und allen Bürgern des Landkreises, er wolle die Erdung nicht verlieren. "Das verspreche ich euch", betonte der Umweltminister, der auch darum bat: "Sprecht mich an, wie bisher!"



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