Strullendorf

Feuerwehrleute retten Lagerhalle

Beim Brand von mehreren Fahrzeugen im Strullendorfer Industriegebiet drohten die Flammen auf ein Gebäude überzugreifen. Die Einsatzkräfte wussten dies jedoch zu verhindern. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
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Tief in der Nacht bekämpfte die Feuerwehr die Flammen.  Fotos: News5/Merzbach
Tief in der Nacht bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Fotos: News5/Merzbach
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Mehrere Lastwagen auf dem Gelände von Massak Logistik im Industriegebiet von Strullendorf wurden am frühen Sonntagmorgen ein Raub der Flammen. Firmenchef Werner Massak war dennoch heilfroh, dass es ihn nicht noch böser erwischt hat: "Die Feuerwehr hat die Lagerhalle gerettet und dadurch das Schlimmste verhindert." Die Kriminalpolizei Bamberg geht nach derzeitigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus und bittet um Mithilfe. Menschen kamen jedoch laut Polizeisprecherin Anne Höfer vom Präsidium Oberfranken nicht zu Schaden.

Ein Zeuge bemerkte am Sonntag gegen 0.45 Uhr in der Siemensstraße nahe des Nordrings einen brennenden Lastwagen auf einem Firmengrundstück und wählte den Notruf. Rasch waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst bei der Logistikfirma vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits mehrere Lastwagen in Flammen. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr brannten vier Lastwagen und ein Transporter aus. Ein Übergreifen der Flammen auf eine Lagerhalle verhinderten die zeitweise bis zu 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr jedoch, so dass die Fassade nur leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Massak, der ebenfalls in der Nacht noch vor Ort war, lobte den Einsatz der Rettungskräfte: "Hut ab, die Verstehen ihr Handwerk - wie das alles eingetaktet und das Zusammenwirken der vielen Leute organisiert war." Am Sonntagnachmittag musste die Feuerwehr sogar noch einmal anrücken, weil der starke Wind die Flammen an einem Lastwagen erneut entfacht hatte. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 750 000 Euro.

Die Logistik-Firma muss nun kurzfristig vier ihrer 15 Lkw ersetzen - kann sich hier jedoch auf funktionierende Nachbarhilfe verlassen. Noch am Sonntag erklärte sich die angrenzende Spedition Pflaum bereit, Massak Logistik vier Lkw in dieser Woche zur Verfügung zu stellen. "Wenn es eng wird, hilft man zusammen - so muss es sein", zeigte sich Massak dankbar.

Eindeutige Hinweise

Beamte des Kriminaldauerdienstes aus Bamberg nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen nach der Brandursache auf. Derzeit gehen sie von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Anne Höfer erklärt warum: "Die Fahrzeuge standen soweit voneinander entfernt, da hätten die Flammen nicht überspringen können." Auch für Massak ist das auf Grund der Brandorte eindeutig, auch wenn er nicht versteht, wer ihm das angetan haben könnte: "Das kommt aus heiterem Himmel. Wir haben doch niemanden etwas getan!"

Die Kriminalpolizei hat nun folgende Fragen an die Bevölkerung:

- Wer hat am späten Samstagabend bis zum Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr, Wahrnehmungen im Bereich der Logistikfirma in der Siemensstraße nahe des Nordrings gemacht?

- Wer hat verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge dort beobachtet?

- Wer kann sonst Angaben machen, die im Zusammenhang mit dem Brand stehen könnten?

Zeugen werden gebeten, sich umgehend bei der Kripo Bamberg unter Tel. 0951/9129-491 zu melden. mm/red

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