Obertheres
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Feuerwehrleute packten an und halfen, Kosten zu sparen

Das wohl modernste Feuerwehrhaus im Kreis Haßberge wurde am Sonntag eingeweiht. Neben seiner modernen Optik ist das neue Domizil der Feuerwehr in Obertheres aber auch zweckmäßig und funktional. Es ver...
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Am Samstag wurde zur Schauübung der Brand eines holzverarbeitenden Betriebes in Theres nachgestellt.  Fotos: Christian Licha
Am Samstag wurde zur Schauübung der Brand eines holzverarbeitenden Betriebes in Theres nachgestellt. Fotos: Christian Licha
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Das wohl modernste Feuerwehrhaus im Kreis Haßberge wurde am Sonntag eingeweiht. Neben seiner modernen Optik ist das neue Domizil der Feuerwehr in Obertheres aber auch zweckmäßig und funktional. Es verfügt über eine Fahrzeug- und Gerätehalle mit drei Stellplätzen und Schlauchpflegeanlage. Eine Werkstatt sowie zwei Umkleideräume mit Duschen schließen sich im Untergeschoss an. Fortbilden können sich die Floriansjünger im Schulungsraum im Obergeschoss, in dem auch das Kommandantenbüro untergebracht ist. Schließlich gibt es einen Aufenthaltsraum für die Jugendfeuerwehr, die ihr 20. Jubiläum am Wochenende feierte.

"Mit über 3000 freiwilligen Arbeitsstunden haben es unsere Mitglieder geschafft, sich trotz des normalen Feuerwehrdienstes an dem Neubau zu beteiligen", sagte stolz Kommandant Dominik Mroz. Er lobte die fantastische Leistung der Mitglieder. Zusätzlich beteiligte sich der Feuerwehrverein mit seinem Vorsitzenden Alexander Mahr mit 18 000 Euro an der Beschaffung der Innenausstattung. Ebenso dankte Mroz der Familie Frömel, die als Dauerleihgabe eine Sammlung von mehreren Hundert Feuerwehrabzeichen zur Verfügung gestellt hat, die im Sozialtrakt ausgestellt sind.

Der Bürgermeister Matthias Schneider freute sich, dass nicht zuletzt durch die Eigenleistung der Feuerwehr der geplante Kostenrahmen von 1,5 Millionen Euro unterschritten werden konnte. Auch wenn es einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 186 000 Euro gab, galt es dennoch für die Gemeinde Theres, einen erheblichen Restbetrag zu stemmen, wie er sagte. Notwendig war es aber allemal, denn das bisherige Feuerwehrhaus wurde 1963 errichtet, hatte zahlreiche Mängel und von einer Heizung konnte die Feuerwehr im Winter nur träumen.

"Starke Truppe"

"Mit 42 Männern und fünf Frauen im aktiven Dienst ist die Feuerwehr Obertheres eine starke Truppe", stellte Landrat Wilhelm Schneider heraus und dankte gleichzeitig den Verantwortlichen für die Jugendarbeit dafür, dass sie sich für die Nachwuchsgewinnung einsetzen. Mit einer Spende unterstützte der Landrat die Arbeit der Jugendfeuerwehr, der in Obertheres 16 Jugendliche angehören.

Geschenke für die Wehr

Respekt und Anerkennung zollte auch der Innen-Staatssekretär Gerhard Eck den Ehrenamtlichen der Oberthereser Feuerwehr. Es sei nicht selbstverständlich, seine Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit zu opfern. Als besondere Überraschung verkündete Eck, der auch Schirmherr der dreitägigen Feierlichkeiten war, ein Wildschweinessen zu spendieren.

Der passionierte Jäger fügte scherzhaft hinzu: "Wenn ich die Wildsau nicht kriege, trifft sie der Steffen Vogel." Spontan ergänzte Landrat Wilhelm Schneider, für dieses Helferfest 50 Liter Freibier zur Verfügung stellen zu wollen.

Vor der offiziellen Einweihung im Gerätehaus schlängelte sich ein großer Festzug durch das Dorf. 29 teilnehmende Feuerwehren und Vereine wurden musikalisch von der Trachtenkapelle Obertheres und dem Musikverein Untertheres unterstützt. Pfarrer Christian Lutz hielt den Festgottesdienst und segnete den Neubau.

Am Nachmittag konnten die Besucher neben einer Schlussvorführung der Jugendfeuerwehr auch ein einmaliges Spektakel miterleben, das sie in eine längst vergangene Zeit versetzte. In historischen Feuerwehr-anzügen und mit einer Handdruckpumpe aus dem Jahr 1873 wurde das Feuer in der "brennenden" Halle des Bauhofes bekämpft. Eine Drehleiter aus Holz von 1909 war ein nützlicher Helfer, um auch von oben löschen zu können. "Diese beiden historischen Geräte waren seinerzeit tatsächlich hier in Obertheres im Einsatz", erklärte Kommandant Dominik Mroz.

Bereits am Samstag konnten die Interessierten erleben, wie heutzutage ein Brand gelöscht wird. Simuliert war der Brand eines holzverarbeitenden Betriebes in der Nachbarschaft, zu dem alle Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Theres ausrückten. Zusätzlich war die Feuerwehr Haßfurt mit ihrer Drehleiter und dem Abrollbehälter "Wasser" vor Ort.

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