Heßdorf
Ausrüstung

Feuerwehren werden bald digital alarmiert

Bei den freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Heßdorf fehlen nach der erfolgreichen Einführung des digitalen Sprechfunks noch die digitalen Alarmierungsgeräte sowie vier Sirenenmeldeempfänger. In Baye...
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Bei den freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Heßdorf fehlen nach der erfolgreichen Einführung des digitalen Sprechfunks noch die digitalen Alarmierungsgeräte sowie vier Sirenenmeldeempfänger.

In Bayern hat man sich dazu entschieden, auch die Alarmierung über eine einheitliche Technik und das gleiche Netz abzubilden wie den digitalen Funk. Dadurch entstehen Synergieeffekte, die zu niedrigeren Kosten bei gleichzeitig besserer Netzabdeckung sowohl für Sprachdienste als auch die Alarmierung führen, informierte Verwaltungsleiter Martin Hofmann in der jüngsten Heßdorfer Gemeinderatssitzung. Der Zeitplan für die Ablösung durch eine moderne digitale Technik sei bewusst so straff wie möglich gewählt worden, ohne jedoch Kompromisse bei der Verlässlichkeit zu machen.

Um eine zuverlässige Alarmierung sicherstellen zu können, sei ein mehrstufiges Verfahren vorgesehen, um mögliche Hindernisse frühzeitig erkennen und beseitigen zu können. Die durch die Umstellung der Funkmeldeempfänger auf digitale Endgeräte auf die Kommunen zukommenden Kosten seien bereits im Sonderförderprogramm Digitalfunk berücksichtigt worden. Das Gleiche solle nun auch mit den sogenannten Pagern und den Sirenensteuergeräten geschehen. Die Einführung soll nach dem derzeitigen Planungsstand für den Bereich Mittelfranken im vierten Quartal 2020 beginnen.

Es ist deshalb dafür zu sorgen, dass in den Haushaltsplanungen der Gemeinden für 2021 ausreichend Mittel für die Beschaffung der dafür notwendigen Ausrüstungen eingeplant werden. Für einen Meldeempfänger seien rund 833 Euro, für jede Sirenensteuerung 3570 Euro und für die Sicherheitskarten für Meldeempfänger und stationäre Funkgeräte 890 Euro anzusetzen.

Für die Meldeempfänger ist laut Hofmann eine landesweite Ausschreibung vom Freistaat geplant. Die Gemeinden wurden angeschrieben, ob sie sich an der landesweiten Ausschreibung beteiligen möchten. Die Umstellung der Sirenensteuerungen sei wegen der unterschiedlichen Voraussetzungen an den jeweiligen Sirenenstandorten auf örtlicher Ebene umzusetzen und es werde empfohlen, den gleichen Hersteller des FRT wie bei den bereits vorhandenen Sprechfunkgeräten zu wählen, da diese Geräte zukünftig auch in die turnusmäßigen Updates mit einbezogen werden müssen.

Kosten fallen erst 2021 an

Das zum 31. Dezember auslaufende Sonderförderprogramm des Freistaats werde verlängert. Die Pager werden voraussichtlich wieder zu 80 Prozent gefördert. Bei den Sirenenstandorten erfolge eine Festbetragsförderung von aktuell 750 Euro. Das Landratsamt, SG 30 Öffentliche Sicherheit, wies darauf hin, dass die Landkreisfeuerwehren erst im Jahr 2021 in die digitale Alarmierung eingebunden werden sollen und die Beschaffung somit erst im Jahr 2021 erfolgen muss, folglich seien die Kosten erst für das Haushaltsjahr 2021 im Haushalt zu berücksichtigen.

Der Gemeinderat nahm die Ausführungen der Verwaltung zur Anschaffung von 96 digitalen Alarmierungsgeräten sowie vier Sirenenmeldeempfängern für die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde zustimmend zur Kenntnis und beschloss, an der landesweiten Ausschreibung und dem nachfolgenden Förderverfahren teilzunehmen. Die Kosten werden rund 95 000 Euro betragen. sae

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