Feuerwehren üben den Ernstfall

In Weismain zeigen die Jugendfeuerwehren des Inspektionsbereichs I, was in ihnen steckt.
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Die jungen und älteren Feuerwehrleute waren sehr zufrieden über den Ablauf der Übung. Fotos: Roland Dietz
Die jungen und älteren Feuerwehrleute waren sehr zufrieden über den Ablauf der Übung. Fotos: Roland Dietz
Eine großartige Demonstration ihres Könnens zeigten die Jugendfeuerwehren des Inspektionsbereichs I bei einer Großübung am vergangenen Wochenende in Weismain. Um 16.05 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Grund dafür war ein Brand an verschiedenen Stellen des Werkstattgebäudes Dechant in Weismain.
Des Weiteren wurde angenommen, dass sich eine Person auf das Dach geflüchtet hatte. Schon kurze Zeit später hatten die Wehren aus Burgkunstadt, Seubersdorf, Altenkunstadt und Weismain an mehreren Stellen um das großflächige Gebäude Löschangriffe aufgebaut.
Die Feuerwehr aus Seubersdorf hatte schnellstens aus der Weismain am Ende der Häfnergasse zur Sicherung des Löschwassers eine Leitung zum Einsatzort gelegt. Dort hatten sie bereits die Drehleiter positioniert. Schnell war die vom Feuer abgeschnittene Person unversehrt vom Dach in den Rettungskorb der Drehleiter in Sicherheit gebracht.
Der erst zehnjährige Florian Schneider, Mitglied der Kinderfeuerwehr in Weismain, spielte die zu rettende Person. Sichtlich stolz zeigte dieser sich ob seines gelungenen Beitrags. Aber auch sonst verliefen die Löscharbeiten Hand in Hand. Tank- und Löschfahrzeuge hatten sich schnell in Stellung gebracht und rund um das Gebäude wurde der imitierte Brand praktisch Hand in Hand erfolgreich bekämpft.
Auch die Zusammenarbeit mit den dabei gewesenen erwachsenen Feuerwehrleuten klappte wie am Schnürchen.


Große Schlagkraft

Bürgermeister Udo Dauer und die Jugendbeauftragte des Weismainer Stadtrats, Janine Brunnecker, zeigten sich beeindruckt von der Schlagkraft der Jungfeuerwehren und inspizierten die Löscharbeiten auch von der Drehleiter aus. Nach der Übung war alles Löschmaterial schnell und ordentlich verstaut.
Bei der anschließenden Besprechung zeigten sich Kreisbrandmeister Matthias Müller und Einsatzleiter Tim Hopfenmüller sehr zufrieden über die ihrer Ansicht nach rundum gelungene Übung.
"Diese hat gezeigt, dass unsere Jugend ihr Handwerk beherrscht", erklärte Matthias Müller. Besonders die Zusammenarbeit der 40 angetretenen Jugendlichen sei dabei positiv zutage getreten. Müller bat alle, auch weiterhin ihren Dienst bei der freiwilligen Feuerwehr zu versehen.
So seien Rettungsaufgaben der Feuerwehren in den letzten Jahren viel komplexer geworden, was natürlich einen höheren Leistungsstand der Feuerwehrleute nötig macht. "Wir sind in der glücklichen Lage, viele Jugendliche zu haben. Aber auch hier sollten sich die Wehren nicht ausruhen", freute sich Müller und mahnte doch im selben Atemzug.
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