Hallerndorf

Feuerwehr fordert neue Fahrzeuge für Einsatzbereitschaft

30 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Hallerndorf im abgelaufenen Jahr zu bewältigen. Fünf Mal rückten die Rothelme jeweils zu Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen aus, sechs Mal wurde...
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30 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Hallerndorf im abgelaufenen Jahr zu bewältigen. Fünf Mal rückten die Rothelme jeweils zu Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen aus, sechs Mal wurden Sicherheitswachen bei den Theatertagen geleistet, weitere 14 Einsätze verbuchte der Kommandant Wolfgang Mönius unter "Sonstige Einsätze".

"Es war ein eher ruhiges Jahr", bilanzierte Mönius bei der Hauptversammlung im Saal der Gastwirtschaft Lieberth. 788 Stunden leisteten die Feuerwehrler in Übungseinheiten. Bei einer THL-Leistungsprüfung beteiligten sich Mitglieder aus fast allen Ortswehren im Gemeindegebiet - eine ortsübergreifende Zusammenarbeit, die dem Kommandanten der Hallerndorfer Wehr sehr am Herzen liegt. Trotzdem habe er den Eindruck, dass diese Zusammenarbeit von der Kreisbrandinspektion in dieser Form gar nicht gewollt werde, sagte Mönius. "Wir werden diesen Weg aber weiter beschreiten", machte er unmissverständlich deutlich.

Auch seine Forderungen an die Gemeinde äußerte er klar. Neben einem neuen Feuerwehrgerätehaus und der Ersatzbeschaffung für den alten Mannschaftstransportwagen sei auch eine Ersatzbeschaffung für das in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug dringend nötig, listete Mönius auf.

Zudem regte er an, dass die Gemeinde die Kosten für den Erwerb eines Führerscheins, mit dem die großen FFW-Fahrzeuge bewegt werden dürfen, komplett übernimmt. "So ein Führerschein kostet zwischen 1800 und 2000 Euro", konkretisierte der Kommandant und fügte dazu: "Wir brauchen dringend Fahrer. Das ist Sache der Gemeinde." Jüngst hätten aufgrund fehlender Fahrberechtigungen teilweise der Adjudant und er selbst als Kommandant die Fahrzeuge lenken müssen, was nicht "Sinn der Sache" sein sollte.

Erfreuliches hatte Vorsitzender Joachim Bauer über das Vereinsleben zu berichten. Die Aufführungen der Theatergruppe waren - wie bereits in den Vorjahren - wieder restlos ausverkauft. Neben der Winterwanderung, der Weinfahrt, der Weihnachtsfeier und dem Florianstag wurde erstmals auch ein Weinfest im Feuerwehrgerätehaus veranstaltet, das sehr gut angenommen wurde.

Bürgermeister Torsten Gunselmann dankte den Feuerwehrkräften für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit. "Es herrscht ein sehr gutes Miteinander in all unseren Ortswehren. Für die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft ist jede einzelne Wehr notwendig", stellte er lobend die gute Zusammenarbeit heraus. Die Freiwilligkeit bei der Feuerwehr sei nur möglich, weil sich viele Bürger aktiv einbringen und diese kommunale Pflichtaufgabe ehrenamtlich ausführen, so der Gemeindechef.

Kreisbrandmeister Harald Kraus wies darauf hin, dass in vielen Wehren im Kreis die Aufrechterhaltung der Tagesalarmierung ein schwieriges Thema sei. Und Nachwuchs zu finden werde ebenfalls immer schwieriger.

Zuständig für die Jugendarbeit bei der Hallerndorfer Wehr ist Marcel Mönius. Er berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, die 2019 zwölf Übungen absolvierte. Von den aktuell vier Jugendlichen rücken zum Jahresende allerdings zwei zu den Erwachsenen auf. Wenn keine Jugendlichen nachkommen, gibt es ab 2021 keine Jugendfeuerwehr in Hallerndorf mehr. erl

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