Bad Staffelstein
Zusatzausbildung

Feuerwehr-Experten für Chemieunfälle schwitzten unter dem Schutzanzug

Was passiert, wenn eine gefährliche Flüssigkeit austritt oder gar zu brennen beginnt? Dann sind die Spezialisten der Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels gefordert. Wenn es um Einsätze mit Chemikalien...
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Das Bild zeigt von links Ausbildungsleiter Michael Liebl, Andreas Erdle (FFW Veenendaal), Felix Schaller, Lucas Klamm, Nico Höppel, Philipp Hensel (alle FFW Bad Staffelstein) und Ausbilder Sebastian Jörig. Foto: hkl
Das Bild zeigt von links Ausbildungsleiter Michael Liebl, Andreas Erdle (FFW Veenendaal), Felix Schaller, Lucas Klamm, Nico Höppel, Philipp Hensel (alle FFW Bad Staffelstein) und Ausbilder Sebastian Jörig. Foto: hkl

Was passiert, wenn eine gefährliche Flüssigkeit austritt oder gar zu brennen beginnt? Dann sind die Spezialisten der Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels gefordert. Wenn es um Einsätze mit Chemikalien geht, schaltet sich der Fachbereich Gefahrgut der Kreisbrandinspektion ein.

Die Experten werden regelmäßig in der Bekämpfung von Gefahrengut geschult. Vier Feuerwehrleute von der FFW Bad Staffelstein und einer von der Werkfeuerwehr Veenendaal Lichtenfels haben jetzt die Zusatzausbildung "Chemikalienschutzanzug-Träger" (CSA-Träger) absolviert. Diese Spezialisten können bei einer Großschadenslage nachalarmiert werden, um die Kräfte vor Ort abzulösen oder zu unterstützen.

Zu den Aufgaben des Fachbereiches gehört auch eine flächendeckende einheitliche Ausbildung der Feuerwehren.

Unter der Leitung von Sebastian Jörig und Ausbilder Michael Liebl fanden sich am Feuerwehrgerätehaus Bad Staffelstein die Floriansjünger zur theoretischen und praktischen Ausbildung ein. Die Leiter unterstrichen, dass es nicht jedem gegeben sei, eingeengt im Anzug und von der Umwelt abgeschnitten körperliche Schwerstarbeit zu leisten und zu helfen. Umso erfreuter waren die Ausbilder, dass sich trotzdem junge Aktive bereiterklärt hatten, sich dieser Strapaze zu unterziehen.

Nach dem theoretischen Teil wurde das richtige und sichere Anlegen von Übungsanzügen geübt. Auch Tricks, die das Bewegen im schweren Schutzanzug erleichtern, wurden in Theorie und Praxis eingeübt.

Bei der praktischen Ausbildung mussten die Feuerwehrleute verschiedene Station durchlaufen. Nach dem richtigen Anlegen des Chemikalienschutzanzuges mussten Personen gerettet, Gefahrenstoffe erkannt und gemessen und undichte Tanks abgedichtet werden. Durch die eingeschränkte Sicht im Vollschutzanzug war es keine einfache Aufgabe, Symbole und UN-Nummern zu erkennen und weiterzugeben. Abschließend hieß es dann wie nach einem Ernstfall "zur Reinigung durch die Dekontaminationsschleuse". Doch etwas geschwächt fanden sich die Lehrgangsteilnehmer zur Abschlussbesprechung im Gerätehaus der FFW Bad Staffelstein ein, wo sie ihre Urkunden erhielten. hkl

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