Laden...
Ludwigsstadt

Feuerwehr bekommt einen MTW

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Haupt- und Bauausschuss Ludwigsstadt abzuarbeiten. Beschlossen wurde dabei auch die Anschaffung eines gebrauchten Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr Ludwigsstadt.
Artikel drucken Artikel einbetten

Ludwigsstadt —  Die Stützpunktwehr Ludwigsstadt konnte zahlreiche neue Aktive gewinnen. Nachdem zwei Löschfahrzeuge durch das LF 20-KatS ersetzt wurden, besteht nun ein Engpass beim Personaltransport. Zudem wird die Drohne aktuell im Einsatzleitfahrzeug transportiert. "Im Einsatzfall steht den Kommandanten dieses Fahrzeug dann nur begrenzt zur Verfügung", erläuterte Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD). Ein zusätzlicher MTW wäre auch von den Ortsteilwehren bei Fahrten zu Ausbildungen nutzbar.

Im Haushalt 2020 sind hierfür 40 000 Euro eingeplant, die nicht überschritten werden sollen. Auf die Beantragung einer Förderung für ein Neufahrzeug wird wegen der damit verbundenen Zweckbindungsdauer verzichtet. So kann das MTW bei Wegfall des tatsächlichen Bedarfs wieder verkauft werden.

Im Rahmen der Straßenunterhaltung 2020 wurden die Sanierung der Stichstraße Lauensteiner Straße 69 - 74, die Erneuerungen der Linienentwässerungsrinne am Schul-Parkplatz und der Bordsteine am Gehweg entlang der Hermann-Söllner-Halle, die Gehwegverlängerung durch Lauenhain wie auch die Erneuerung der Asphaltfläche auf dem Gehweg entlang der Lauensteiner Straße 81 - 91 vorgeschlagen.

Für die Lauensteiner Straße 69 - 74 wurden im Vorfeld Glasfaserkabel und Gasleitungen verlegt. Die Kosten der Maßnahme werden anteilig auf die Stadt und die Versorgungsträger umgelegt. Den Zuschlag erhielt das wirtschaftlich günstigste Angebot in Höhe von 9848,68 Euro brutto.

Neue Rinne am Lehrerparkplatz

"Die Entwässerungsrinne im Bereich Lehrerparkplatz ist teilweise eingebrochen und birgt durch hochstehende Abdeckrosten die Gefahr von Unfällen und Beschädigungen an Fahrzeugen", informierte Ehrhardt. Als kostengünstige und dauerhafte Lösung entschied man sich für deren Ausbau und Ersatz durch eine asphaltierte Pendelrinne mit mindestens fünf Einläufen. Der Bürgermeister wurde hierfür - nach Angebotseinholung - ebenso zur Auftragsvergabe an den wirtschaftlich günstigsten Bieter ermächtigt wie auch für die Erneuerung der stark zerstörten Bordsteine entlang des Gehwegs an der Hermann-Söllner-Straße. Diese müssen ausgetauscht werden, um die Gehweg-Standfestigkeit zu gewährleisten und eine optische Abtrennung zur Straße zu schaffen. Es werden 220 Meter Betonbordsteine ausgebaut und durch Granitbordsteine ersetzt.

Die Verlängerung des Gehwegs entlang der Kreisstraße KC 24 um 61 Meter wurde bereits 2018 beauftragt, aus terminlichen Gründen aber noch nicht ausgeführt. Die Arbeiten erfolgen im Frühjahr 2020 im Zusammenhang mit der Asphaltierung der Stichstraße Lauensteiner Straße 69 - 74. Um ein Jahr verschoben wurde dagegen die für heuer geplante Erneuerung der Asphaltfläche auf dem Gehweg entlang der Lauensteiner Straße 81 - 91. Die Maßnahme soll im Zuge der Kabelverlegung angegangen werden, die vom Bayernwerk jedoch erst 2021 durchgeführt wird.

In Sachen Dorferneuerung Lauenhain hat das Büro Müller-Architekten die eigene Entwurfsplanung des Dorfgemeinschaftshauses nochmals überarbeitet und optimiert. Durch eine größere Steilheit des Daches fügt sich das Objekt jetzt besser in den Ortskern ein. Zudem wurden die Fenster und Türen angepasst. "Das Amt für ländliche Entwicklung erklärt sich mit der Tektur grundsätzlich einverstanden und wertet dies als Verbesserung zur bisherigen Planung", erklärte Ehrhardt. Inwieweit die sich dadurch ergebenden Mehrkosten von circa 30 000 Euro gefördert werden, wird erst nach Ausarbeitung und Vorlage einer Tekturplanung festgelegt. Die Änderungen erfordern eine neuerliche Baugenehmigung. Als nächster Schritt wird die Tekturplanung mit der Lauenhainer Bevölkerung diskutiert. Bei Zustimmung wird diese weiterverfolgt. Die überplanmäßigen Ausgaben wurden genehmigt.

Stadt gibt Fördergutschein zurück

Ludwigsstadt hatte bei der europaweiten Verlosung zur Förderung von WLAN-Hotspots über die Maßnahme "WiFi4EU" den Zuschlag erhalten. Gefördert wird die Errichtung von öffentlichen WLAN-Zugangspunkten mit einem Gutschein von 15 000 Euro, womit nach den Vorgaben des Förderprogrammes sieben Outdoor- und fünf Indoor-Zugänge geschaffen werden sollten. Die Installationskosten liegen - nach Kostenschätzung - bei rund 24 000 Euro; die Folgekosten für alle Standorte bei 8832 Euro pro Jahr. "Infrage stellen kann man, ob aus heutiger Sicht der Ausbau von WLAN-Hotspots noch zeitgemäß ist", verdeutlichte der Bürgermeister, dass über das Mobilfunknetz mittlerweile mit LTE oder 5G ebenso hohe Geschwindigkeiten möglich seien. Aufgrund der Sachlage und der hohen Folgekosten kündigt die Stadt den WiFi4EU-Vertrag und gibt den Fördergutschein zurück.