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Kirchlauter

Feuer und Flamme für die Wehr

Die FFW Kirchlauter verzeichnet einen großartigen Aufschwung und leitete den Generationswechsel ein.
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Zwei neue Fahrzeuge erhielt die Feuerwehr Kirchlauter in den vergangenen zwei Jahren. Unser Archivbild zeigt Pfarrer Mathias Rusin bei der Segnung des Einsatzfahrzeuges. Demnächst kommt ein Mannschaftstransportwagen hinzu, der in Pettstadt gesegnet wird.  Fotos: Günther Geiling
Zwei neue Fahrzeuge erhielt die Feuerwehr Kirchlauter in den vergangenen zwei Jahren. Unser Archivbild zeigt Pfarrer Mathias Rusin bei der Segnung des Einsatzfahrzeuges. Demnächst kommt ein Mannschaftstransportwagen hinzu, der in Pettstadt gesegnet wird. Fotos: Günther Geiling
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Die Feuerwehr Kirchlauter hat in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt, und auch der Feuerwehrverein hat vieles bewegt. Diesen Trend nutzten nun zwei bewährte Vorstandsmitglieder, um die Verantwortung des Vereins in jüngere Hände zu legen. Einstimmig wurden bei der Jahresversammlung Thomas Fink zum Vorsitzenden und Kommandant Frank Brehm zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der bisherige Vorsitzende Reinhold Stöhr gab seiner Freude Ausdruck, dass in der Wehr und im Verein ein starker Trend nach oben sichtbar sei und alles funktioniere. Auch die Mannschaftsstärke sei angewachsen, nachdem sie einmal auf den Tiefpunkt von zwölf Aktiven gesunken sei. Die Arbeit mache wieder Spaß, aber trotzdem sei es an der Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu geben.

In seinem Rechenschaftsbericht gab er einen Rückblick auf die zahlreichen Veranstaltungen vom Faschingstanz über die Osterwanderung bis hin zur Beteiligung an der Einweihung des Genusserlebnisweges. Mit Stolz verwies er auf die erstarkte Wehr. "Wir wollten unsere Feuerwehr immer unterstützen, und ganz sicher zählt sie jetzt zu der mit am besten ausgestatteten Truppe im Landkreis." Der Verein habe dazu von sich aus 4500 Euro für die Beschaffung von Ausstattung und 500 Euro für die Arbeit der Jugendwehr ausgegeben und schieße nun auch zum neuen Mannschaftstransportwagen 15 000 Euro zu.

21 Neuzugänge

Kommandant Frank Brehm nannte die Zahlen. "Bei einem Austritt haben wir 21 Neuzugänge und somit 47 aktive Mitglieder. Darunter sind 40 Männer, aber auch sieben Frauen. Seit Oktober sind vier Atemschutzgeräteträger dazugekommen, so dass wir jetzt wieder zwölf Wehrleute mit dieser Spezialausbildung haben."

2019 habe Mirco Wipke mit Jugendarbeit begonnen und aus den ursprünglich vier Jugendlichen seien nun schon elf geworden (neun Jungen und zwei Mädchen). Sie haben schon am Wissenstest und an Ausbildungen teilgenommen, hieß es.

24 Einsätze

Die Feuerwehr ist im vergangenen Jahr 24 Mal zum Einsatz gerufen worden. Das waren sechs Brände, sechs technische Hilfeleistungen und zwei Einsätze mit Atemschutzgeräteträgern. In der Planung für das Jahr 2020 steht die Gründung einer Kinderfeuerwehr, die Claudia Ehehalt übernehmen will.

Frank Brehm war voll des Lobes, dass sich an den Übungen um die 17 Wehrleute beteiligen und es vorwärts geht. "Man sieht direkt, wie die Kameradschaft gelebt wird", lobte der Kommandant.

In dem Zusammenhang wurde Manfred Strätz ein besonderes Lob zuteil, der sich mit seinem Team in besonderer Weise bei der Einrichtung des Mannschaftsraumes engagiert hatte. Mirco Wipke sprach dem Kommandanten Frank Brehm für seine vorbildliche Arbeit Anerkennung aus. "Als Erster Kommandant hast du in zwei Jahren viel erreicht. Mein Wunsch ist es, dass es dir gelingt, diese Entwicklung lange fortzuschreiben, und du lange unsere Wehr führst."

Schatzmeister Mirco Wipke sprach von einem besonderen Tag, denn es werden zwei langjährige Vorstandsmitglieder in den Ruhestand verabschiedet. Klaus Gockler ist 1981 dem Verein beigetreten und war als Schriftführer ab 1983 für das Protokoll verantwortlich. "Die Protokolle sehen wie gedruckt aus, lesen sich spannend wie ein Krimi und sind inzwischen zu einem zeitgeschichtlichen Dokument geworden", betonte Kassier Mirco Wipke. Dabei zitierte er einige Passagen, zum Beispiel dass 1991 wegen des Golfkrieges der Faschingstanz verschoben werden musste oder die FFW Kirchlauter 1990 zur Feuerwehr nach Thüringen gefahren ist.

Der weitere Dank galt Reinhold Stöhr, der 20 Jahre das Amt des Vorsitzenden innehatte und trotz seines hohen Alters immer noch aktiv ist, auch als Atemschutzgeräteträger.

Bürgermeister Karl Heinz Kandler bedankte sich bei beiden für ihre beeindruckende Leistung. Er zeigte sich froh, dass man mit dem jetzigen Führungstrio der Kommandanten eine gute Wahl getroffen habe. 21 Neueintritte in kurzer Zeit seien gewaltig, und davor könne man nur den Hut ziehen. Kandler stellte heraus, dass die Feuerwehr mit Fahrzeugen und Gerät gut aufgestellt sei.

Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender ist Thomas Fink (neu), Zweiter Vorsitzender Frank Brehm, Kassier Mirco Wipke, Schriftführerin Johanna Borschert; Beisitzer Manfred Strätz; die Kasse prüfen Markus Gehring und Rudi Rippstein.

Die nächsten Termine sind: 25. Februar Faschingstanz, 29. März Osterwanderung nach Reutersbrunn, 26. April gemeinsames Fest am Genusserlebnisweg sowie 1. Mai Dorffest in Pettstadt mit Segnung der neuen Mannschaftstransportwagen der Feuerwehren Neubrunn und Kirchlauter. gg

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