Stadtsteinach

Feuer brennt auf rund 15 Hektar

Ein Flächenbrand ist am Donnerstagnachmittag bei Römersreuth bei Stadtsteinach ausgebrochen. Erst nach Stunden brachten etwa 300 Einsatzkräfte und ein Hubschrauber die Flammen unter Kontrolle.
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Bei Römersreuth brannten Felder und ein Waldbereich. Fotos: Sonny Adam
Bei Römersreuth brannten Felder und ein Waldbereich. Fotos: Sonny Adam
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und Alexander Müller Zwischen Presseck und Stadtsteinach - östlich von Römersreuth - brennt der Wald. Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis und den Nachbarlandkreisen Kronach und Bayreuth sind im Einsatz und haben das Feuer am Abend unter Kontrolle gebracht.

Schon von weitem sahen Autofahrer die dicke Rauchsäule aufsteigen. Je weiter man Richtung Große Birken kam, desto stärker wurde der Rauchgeruch. Der Wald ist wie in Nebel versunken. Auch die Felder stehen in Flammen.

Feuer flammt immer wieder auf

Blaulicht allerorten. Aus dem gesamten Landkreis Kulmbach und aus dem Nachbarlandkreisen Kronach und Hof sind Feuerwehren eingetroffen, auch das Technische Hilfswerk und die Bergwacht sind vor Ort. Unzählige Notarzt- und Rettungswagen sind im Einsatz.

Doch so sehr sich die Floriansjünger auch bemühen, das Feuer flammt immer wieder auf. Es scheint, als ob es an mehreren Orten gleichzeitig ausgebrochen ist. Augenzeugen berichten, dass sich das Feuer von einem Feld ausgebreitet hat und dass es an mindestens vier Stellen gleichzeitig gebrannt haben muss: In Sekundenschnelle hat sich die Feuerwalze ausgebreitet.

Die Feuerwehr versuchte den Schaden zu begrenzen. Vergeblich. Die Hitze machte den Einsatzkräften zu schaffen.

Landwirte helfen mit

Zehn bis 15 Hektar Wald und Felder waren betroffen, bestätigt Landrat Klaus Peter Söllner (FW) gegen 18.40 Uhr.

Landwirte eilten zu Hilfe. Die Einsatzzentrale schlägt ihr Quartier bei Kleine Birken auf. Dutzende Schwemmfässer sicherten die Wasserversorgung. Es ist eine logistische Meisterleistung, all die Landwirte mit ihren Schwemmfässern zu koordinieren. Denn die Straße Richtung Römersreuth ist eng.

Die Feuerwehrmänner stellen Zwischenpuffer auf, pumpen Wasser und verhindern stellenweise eine Ausbreitung des Brandes.

Inzwischen ist auch die Polizei mit einem Hubschrauber im Einsatz. Er kreist über dem Steinbruch. Er soll Wasser ins Herz des Brandes transportieren und den Löschangriff von oben starten.

Die Feuerwehr befüllt bei der Feuerwehrzentrale in Stadtsteinach die riesigen Behälter, die an den Hubschrauber hängen, mit Wasser. "Hubschrauber im Anflug. Halb befüllen", lautet das Kommando. Die Feuerwehrmänner legen sich auf das Feld, über dem der Hubschrauber kreist.

Die Rotorblätter wirbeln Staub, Gras, Getreide, Dreck auf. Zeit, zum Landen hat der Hubschrauber nicht. Denn das würde zu viel Zeit benötigen. Der Polizeihubschrauber bleibt in der Luft, die Feuerwehrmänner befüllen ihn schnell, auch wenn ihnen der Wind um die Ohren weht. Jede Sekunde zählt.Der Hubschrauber wirft dann das Wasser in 500 Liter-Portionen auf einmal über dem vermeintlichen Brandherd ab. Doch der Wind treibt das Feuer weiter.

Einsatz bis in die Nacht

Wie der Landrat erklärte, habe er auf dem Weg zum Einsatzort nach Paragraf 15 Katastrophenschutzgesetz Kreisbrandrat Stefan Härtlein zum obersten Einsatzleiter ernannt. Ein Ausrufen des Katastrophenfalls habe allerdings nicht im Raum gestanden.

Gebrannt haben nach Angaben Söllners Felder und ein Waldstück.Der Einsatz werde bis in die Nacht hinein andauern. 300 Einsatzkräfte waren vor Ort. Darüber hinaus zahlreiche Landwirte, die schon von sich aus einen Graben gezogen hätten, um das weitere Ausbreiten des Feuers zu verhindern.

Alle halbe Stunde habe man sich in einer sogenannten großen Lage besprochen. Der Landrat lobte die hervorragende Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte. "Da hätte sehr brisant, werden können". Allen Beteiligten gelte ein großes Lob.

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