Dechsendorf

Festivalgelände unter Strom

Für die Veranstaltungen am Dechsendorfer Weiher steht jetzt eine eigene Trafostation zur Verfügung.
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Wolfgang Geus, Projektleiter Daniel Preis, Jan Dinger und Florian Janik (v. l.) nehmen die Anlage symbolisch in Betrieb. Fotos: Pascale Ferry
Wolfgang Geus, Projektleiter Daniel Preis, Jan Dinger und Florian Janik (v. l.) nehmen die Anlage symbolisch in Betrieb. Fotos: Pascale Ferry
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"Klassik am See" und seit einigen Jahren auch "Jazz am See" sind aus der Musikszene der Region nicht wegzudenken. Wer jemals eines der Open-Air-Konzerte in Dechsendorf besucht hat, weiß, wie begehrt die 3000 Eintrittskarten sind: extrem begehrt! Unvorstellbar, dass die Veranstaltungen der vergangenen Jahre am seidenen Faden, besser gesagt, an den Diesel-Notstromaggregaten des THW, gehangen haben. Noch ein Hochwasser wie in 2007, und mitten im Gig des Lieblings-Idols wäre das Licht ausgegangen.
So konnte es nicht weitergehen, zumal das THW mit dem gleichen Problem wie alle Vereine zu kämpfen hat: Es fehlt der Nachwuchs. Die Vorbereitungen für die Seekonzerte der vergangenen Jahre waren aufwendig. Bis zu 15 Ehrenamtliche waren jeweils mehrere Tage im Einsatz.
Nun wurde eine kleine Trafostation durch den Veranstalter der Seekonzerte, den Verein Klassikkultur, den Oberbürgermeister (OB) der Stadt Erlangen, Florian Janik (SPD), und Wolfgang Geus, Vorstand der Erlanger Stadtwerke, feierlich in Betrieb genommen. Zusammen mit vier Verteilerkästen stellt sie die elektrische Versorgung des Festivalgeländes sicher. Die Kosten für die Anlage - rund 500 000 Euro - werden zwischen Verein, Stadt und Stadtwerken geteilt.
OB Janik: "Ein Festivalgelände mit einem Notstromaggregat zu versorgen, ist, bei allem Respekt vor der langjährigen Leistung des THW, nicht der Weisheit letzter Schluss." Jan Dinger, verantwortlich für das Veranstaltungsmanagement, dankte Geus, der im Stadtrat letzte Zweifler von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugt habe. Für Michael Haas, THW-Ortsbeauftragter für Baiersdorf, ist es konsequent, dass "Festnetz" installiert wird, nachdem sich "Klassik am See" heuer zum 15. Mal jährt. "Mit der Trafostation ist die sichere Versorgung mit Strom gewährleistet, und unter Umweltgesichtspunkten ist sie auch ein Gewinn." Arbeitslos wird das THW dadurch nicht: Fünf Ehrenamtliche werden weiterhin bei den Seekonzerten im Einsatz sein, zum Beispiel bei der Einrichtung der Fluchtweg-Brücke oder der Beleuchtung. Andere Festivalanbieter dürfen die Infrastruktur übrigens auch nutzen.


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