Strullendorf

Festes Energiekonzept für neues Baugebiet

Transparenz und Kreativität sollen die Planungen rund um das zukünftige Wohngebiet auf dem Ex-Walderholungsstätten-Gelände außerhalb Strullendorfs kennzeichnen. In der jüngsten Sitzung diskutierte der...
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Transparenz und Kreativität sollen die Planungen rund um das zukünftige Wohngebiet auf dem Ex-Walderholungsstätten-Gelände außerhalb Strullendorfs kennzeichnen. In der jüngsten Sitzung diskutierte der Gemeinderat vor Publikum über die Eckdaten einer zukunftsfähigen Siedlung.

Moderiert von Leonhard Valier vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung wurde über die Themen Bebauungsplan, Energiekonzept und nachhaltige Architektur abgestimmt. Beim Streit konventionelles Baugebiet versus nachhaltiges Pilotprojekt gab es eine knappe Mehrheit gegen ein ökologisch-ökonomisch-soziales Gesamtkonzept mit Vorbildcharakter. Gemeinsamer Nenner: Vorbildliche Besonderheiten sollen nicht dominieren und verteuern - aber trotzdem soll nachhaltig und zukunftsorientiert geplant werden.

Bei der zweiten Kernfrage rund ums Zielpublikum entschied man sich für komplette Offenheit - also weder für eine Bevorzugung von Strullendorfern noch für eine Quote für auswärtige Bauherren.

Kompromiss beim Verkehr

Beim heißen Eisen ganzheitliches Mobilitätskonzept versucht man eine Mischform zwischen komplett autofrei plus außen liegendem Gemeinschaftsparkplatz und konventionell offen für Autos und Stellplätze am Grundstück. Der Mix soll maximale Verkehrsberuhigung, Anbindung an Kernort und S-Bahn, aber mit nur einem Stellplatz am Haus beinhalten.

Über die Wahl zwischen der Vergabe an externe Träger mit Komplettkonzept und einem gemeindlichen Bebauungsplan mit individuellen Möglichkeiten für Bauherren wurde durchwachsen abgestimmt: Als Kompromiss gilt ein qualifizierter Bebauungsplan mit einzelnen Vorgaben - und mit der Gemeinde als alleinigem Anbieter.

Komplett einig war man sich übrigens nur bei Kernfrage Nummer fünf: Ein verbindlich übergeordnetes Energiekonzept - wie zum Beispiel ein autarkes Kaltwärme-Netz - ist für alle Fraktionen vorstellbar, weil nachhaltig und von den Kosten her machbar.

Einig ist man sich zumindest darin, dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden soll: Mit diesem Kompromiss als Grundlage soll der Planer nun einen Vorentwurf aufsetzen, der für alle Fraktionen passt. gro

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