Höchstadt a. d. Aisch

Felix Schwager wünscht sich zum 95. Geburtstag noch viel Gesundheit

Bei bester Gesundheit feierte Felix Schwager aus Etzelskirchen am vergangenen Dienstag seinen 95. Geburtstag. Seit 1980 wohnt er im Haus seiner Tochter Regina Essler. Seine Frau Johanna, eine geborene...
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Von links: Enkelin Jessica Essler mit Urenkelin Hannah, Tochter Regina Essler, Bürgermeister Gerald Brehm, der Jubilar Felix Schwager und Altlandrat Franz Krug Foto: Johanna Blum
Von links: Enkelin Jessica Essler mit Urenkelin Hannah, Tochter Regina Essler, Bürgermeister Gerald Brehm, der Jubilar Felix Schwager und Altlandrat Franz Krug Foto: Johanna Blum

Bei bester Gesundheit feierte Felix Schwager aus Etzelskirchen am vergangenen Dienstag seinen 95. Geburtstag. Seit 1980 wohnt er im Haus seiner Tochter Regina Essler. Seine Frau Johanna, eine geborene Quittkat, ist schon im Jahr 2010 gestorben.

Er ist im Jahr 1924 in Kranichfeld geboren. Die Mutter starb, als er vier Jahre alt war, und seine Großeltern, Ernst und Martha Schwager, zogen ihn wie Eltern auf. Nach acht Jahren Volksschule lernte er Sattler, Polsterer und Dekorateur. Kaum war er fertig, musste er im Jahr 1942 in den Krieg ziehen. "Ich war mit der vierten Panzerdivision drei Jahre an der Ostfront und zwei Mal wurde ich leicht verwundet", erinnert er sich. 1945 kam er in englische Gefangenschaft und wurde in Holstein interniert. "Dort hab ich einen Kameraden getroffen, der war aus Etzelskirchen. Es war Andreas Ganzmann. Dieser überredete mich, seine Adresse anzugeben, und so kam ich nach Etzelskirchen."

Zweite Heimat Etzelskirchen

Aber schnell plagte ihn das Heimweh und er kehrte nach Kranichfeld zurück. Dort arbeitete er in einer Polsterei und lernte seine Frau Johanna kennen. 1947 läuteten die Hochzeitsglocken. "Nach zwei Jahren bin ich aber dann in den Westen getürmt - ohne Frau und zwei Kinder. Aber meine Frau kam dann Gott sei Dank 1951 mit den zwei Kindern nach. Auch sie ist geflüchtet." In Etzelskirchen fand die Familie dann endgültig ihre zweite Heimat. Nach etlichen Arbeitsstellen bekam er 1953 bei Schaeffler eine Anstellung.

Insgesamt hat er drei Kinder: Regina, Gernot und Detlef. Diese kamen natürlich mit ihren Familien - vier Enkeln und drei Urenkeln - zum Gratulieren. "Ich höre liebend gerne Musik", verrät der Jubilar. Im Gartenbauverein, bei der Stadtkapelle und beim Seniorenkreis ist er Mitglied. Im TSV war er über 30 Jahre aktiv. Die Musiker der Stadtkapelle brachten ihm am Abend ein Ständerla. Auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünscht, kam es wie aus der Pistole geschossen: "Gesundheit!" Die Gäste wollten wissen, was er dazu getan hat, um so alt zu werden. Er überlegte nur kurz und meinte dann schelmisch: "Das weiß nur der Herrgott." Der Jubilar ist übrigens auch der Vater der Partnerschaft mit Kranichfeld.

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