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Feldgeschworenenvereinigung bietet weitere Fahrt ein

Die Vertreter der oberfränkischen Feldgeschworenenvereinigungen kamen zu ihrer Jahrestagung in Altdrossenfeld (Kreis Kulmbach) zusammen, um gemeinsame Anliegen zu erörtern und ihre Vorstandswahl abzuh...
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Vorsitzender Joseph Zenk (vorne links), daneben Zweiter Vorsitzender Andreas Ritter, mit den Teilnehmern der Tagung  Foto: privat
Vorsitzender Joseph Zenk (vorne links), daneben Zweiter Vorsitzender Andreas Ritter, mit den Teilnehmern der Tagung Foto: privat

Die Vertreter der oberfränkischen Feldgeschworenenvereinigungen kamen zu ihrer Jahrestagung in Altdrossenfeld (Kreis Kulmbach) zusammen, um gemeinsame Anliegen zu erörtern und ihre Vorstandswahl abzuhalten.

Der Vorsitzende der Bamberger Vereinigung, Joseph Zenk, wurde für weitere vier Jahre zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Andreas Ritter, Vorsitzender der Wunsiedeler Vereinigung, bleibt sein Stellvertreter. Schriftführer ist Alexander Dichtl vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV) Bayreuth.

Ehrenmitglied Hans Nützel wurde eine besondere Auszeichnung zuteil. Ihm wurde für seine besonderen Verdienste für das Feldgeschworenenwesen im Rahmen einer Feierstunde in München durch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) die Soldnermedaille überreicht. Der Kulmbacher Hans Nützel, ehemaliger Leiter des Vermessungsamtes Bayreuth, war maßgeblich an der Gründung beziehungsweise Wiederbelebung der Feldgeschworenenvereinigungen in Oberfranken beteiligt. 1983 haben sich auf seine Initiative hin die acht oberfränkischen Feldgeschworenenvereinigungen Bamberg, Bayreuth, Coburg-Lichtenfels, Forchheim, Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und die Arge-OF als ihre Dachorganisation gegründet; sie ist die erste und damit älteste in Bayern.

Die Erhöhung der Aufwandsentschädigungen zum 1. Januar auf 13 Euro für den Feldgeschworenen und 14 Euro für den Feldgeschworenenobmann ist mit Ausnahme der Städte und Landkreise Bamberg und Bayreuth oberfrankenweit in Kraft getreten. In der Tagung gab es Neuigkeiten aus der bayerischen Vermessungsverwaltung. Feldgeschworene sind zum Wiederherstellen von Grenzpunkten mit GPS nicht befugt, die Technik jedoch können sie zum Suchen und Aufdecken von Grenzzeichen nutzen.

Dass es bei den Feldgeschworenenvereinigungen nicht nur um Grundstücksgrenzen und deren Abmarkung geht, zeigte die Forchheimer Vereinigung. Sie besuchte den Landtag in München und besichtigte im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München die vermessungshistorische Ausstellung und das denkmalgeschützte größte Lithographiesteinarchiv der Welt mit über 26000 Kalksteinplatten, die einst dem Druck und der Vervielfältigung von Flurkarten und Landkarten dienten. Die Nachfrage zu dieser Tagesfahrt sei so groß gewesen, dass heuer eine weitere Fahrt stattfinden wird, wie der Forchheimer Vorsitzende Bernhard Mehl ankündigte. red

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