Coburg

FCC mit Herz und Leidenschaft

Die Vestekicker haben sich in Tschechien mit Teambuilding-Maßnahmen auf die neue Spielzeit eingeschworen. Vier Neuzugänge - darunter ein kopfballstarker Berufsmusiker, der gerne "dazwischen funkt" - verstärken die junge Truppe.
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Die immer noch recht wenigen Fans des FC Coburg dürfen sich ab Sonntag wieder auf Landesliga-Fußball auf grünem Naturrasen freuen. Vier Heimspiele, darunter auch das mit Spannung erwartete Lokalderby gegen den VfL Frohnlach am Freitag, 2. August, ab 19 Uhr, finden nämlich im Dr.-Stocke-Stadion statt.

Danach wird der Platz auf der städtischen Anlage wohl saniert und ist erstmal acht bis zehn Wochen nicht mehr bespielbar. Im Klartext: Ab Mitte August bis voraussichtlich April 2020 heißt es für die Vestekicker dann wieder "ab auf den Kunstrasen"!

Für Lars Scheler, Trainer der ersten Mannschaft beim FC Coburg, ist dieser Umstand zweitrangig: "Wir wollen den nächsten Schritt machen und einen Platz im gesicherten Mittelfeld erobern." Ein realistisches Saisonziel - schließlich soll die neue Nordwest-Gruppe, in der der FCC gemeinsam mit den anderen drei Teams aus dem Spielkreis 2 eingeteilt wurde, vom Niveau her nicht ganz so anspruchsvoll sein, wie es im Nordosten der Fall war.

Die Vorgabe von FCC-Vorstand Wolfgang Gremmelmaier, der im gestrigen Tageblatt-Interview eine deutliche Leistungssteigerung und eine bessere Platzierung als in der Vorsaison von seinen Vestekickern fordert, scheint also machbar zu sein. Das sieht auch Lars Scheler so: "Da bin ich mit unserem Vorstand vollkommen einer Meinung. Das Trainerteam und die Mannschaft wollen ja auch besser abschneiden als zuletzt."

Mit der Vorbereitungszeit war Scheler zufrieden: "Engagement und Teamspirit sind toll." Das kurze Trainingslager in Tschechien wäre schon alleine wegen der vielen Teambuilding-Maßnahmen ein voller Erfolg gewesen: "Aus meiner Sicht war es genau richtig, den Jungs nach den Entscheidungsspielen noch drei Wochen Pause zu geben, auch wenn die Vorbereitung dadurch sehr kurz ausfiel." Für Spieler wie Neuzugang Yannick Teuchert oder Davide Dilauro, die nach Knieverletzungen wieder mit dem Team trainieren, kommt der Saisonstart aber noch zu früh.

Voll integriert sind dagegen die vier externen Neuzugänge. Ein Quartett, das das Team verstärke - wie Scheler überzeugt ist. Neben Teuchert kam auch Maxi Weinreich vom Ligakonkurrenten VfL Frohnlach. "Er ist ein linker Außenverteidiger, den wir bisher nicht hatten", schwärmt der Coach.

Und ganz begeistert ist Scheler sogar von Jonathan "Jonny" Bauer. Zwar wird der Berufsmusiker am Landestheater Coburg erst gegen Ende August voll eingreifen können, aber er hätte jetzt schon gezeigt, "dass er uns helfen kann und eine richtige Bereicherung für das Team ist". Der aus dem schwäbischen Wasseralfingen gekommene Mittelfeldspieler sei ein ganz anderer Spielertyp. Eben ein gestandener Junge (26) mit einem "wahnsinnig guten Kopfballspiel. Der kann auch schon mal dazwischen hauen", freut sich Scheler auf den Hornisten vom Landestheater Coburg.

Marlon Schad bringe nach den Worten seines Übungsleiters wahnsinnig viel Kreativität mit, müsse sich aber erst einmal im Herrenbereich behaupten. Die Spieler aus der eigenen Jugend gäben im Training richtig Gas, machen Druck und würden die Trainingsarbeit bereichern.

Angesprochen auf mögliche taktische Veränderungen schmunzelt Scheler ein wenig und sagt dann: "Wenn Herz, Leidenschaft und Mentalität nicht passen, ist das taktische Konzept nix wert." Im Vergleich zu den letzten Wochen der Saison müsse er an der fußballerischen Ausrichtung wenig bis gar nichts ändern. Aber in der Defensive und vor allem bei den offensiven Abläufen müsse sich sein Team weiter verbessern. "Wir sollten versuchen, die Intensität erhöhen zu können." oph

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