Coburg

FCC-Leidensweg geht weiter

Im Derby gegen den starken SV Friesen gab es eine deprimierende 0:4-Heimpleite. Trainer Lars Scheler hofft auf die baldige Rückkehr seiner beiden Leistungsträger Sertan Sener und Tevin McCullough.
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"Knie-Fall"! Der Coburger Mittelfeldspieler René Knie wurde in dieser Szene von Hannes Nützel von den Beinen geholt. Am Ende der einseitigen 90 Minuten auf dem Coburger Kunstrasenplatz legte der SV Friesen seinen Gegner deutlich aufs Kreuz: 0:4 hieß es nach Toren von do Aldro, Firnschild, Baier und Nassel.- Links im Hintergrund SVF-Gönner Sepp Geiger, wie immer mit mit grün-weißem Schal. Foto: Hagen Lehmann
"Knie-Fall"! Der Coburger Mittelfeldspieler René Knie wurde in dieser Szene von Hannes Nützel von den Beinen geholt. Am Ende der einseitigen 90 Minuten auf dem Coburger Kunstrasenplatz legte der SV Friesen seinen Gegner deutlich aufs Kreuz: 0:4 hieß es nach Toren von do Aldro, Firnschild, Baier und Nassel.- Links im Hintergrund SVF-Gönner Sepp Geiger, wie immer mit mit grün-weißem Schal. Foto: Hagen Lehmann

Durch eine auch in dieser Höhe verdiente 0:4-Pleite im Spielkreisderby gegen den SV Friesen hat der FC Coburg in der Fußball-Landesliga Nordwest seine dritte Niederlage in Folge kassiert, ohne dabei einen einzigen Treffer zu erzielen. FC Coburg - SV Friesen 0:4 (0:3)

Bereits nach zweieinhalb Minuten nahm der Leidensweg des FCC seinen Lauf. Nach einer gelungenen Ballstafette der Gäste, an der auch der Ex-Coburger Lukas Mosert maßgeblich Anteil hatte, landete das Leder im Lauf des trickreichen Youngsters Nico do Adro. Dieser nur unzureichend von seinem Gegenspieler Maximilian Weinreich attackiert, fackelte nicht lange und vollendete mit einem gefühlvollen Schlenzer ins lange Eck zum 0:1. Daran hatten die Hausherren mental zu knabbern und fanden über die gesamte Distanz ihren Rhythmus nicht.

Dicke Ausgleichschance

Eine dicke Chance zum Ausgleich ergab sich dennoch. Als Fabian Carl von der rechten Außenbahn in den Strafraum eindrang, wurde seine Eingabe nicht aus der Gefahrenzone gebracht. Beim folgenden Nachschuss fand Rene Knie in Keeper Tobias Bauerschmidt seinen Meister.

Jäh unterbrochen wurde der Konsolidierungsversuch der Coburger durch Nils Firnschild (13.), der wiederum nach einem schnell vorgetragenen Angriff unhaltbar zum 0:2 abschloss. Jetzt hatten die Gäste das Geschehen im Griff. Sie überbrückten das Mittelfeld häufig mit langen Bällen und wirkten in vorderster Front wesentlich ballsicherer. FCC-Keeper Oleksandr Churilov verhinderte mehrmals weitere Einschläge. Als der souveräne gegnerische Abwehrchef Andreas Baier (27.) einen Freistoß mit einem Kunstschuss über die Mauer zum 0:3 in den Winkel zimmerte, schien die Messe gelesen zu sein.

Coburg gab sich nicht auf, verzettelte sich aber in Einzelaktionen und hatte meist nicht den richtigen Blick für Anspiele in die Tiefe. In der 38. Minute ergab sich trotzdem die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als Carl mit einem gelungenen Steilpass auf Bauerschmidt zusteuerte. Sein Heber verfehlte sein Ziel aber haarscharf.

Der Pausenappell von Armin Eck an seine Jungs, trotz des scheinbar ungefährdeten Vorsprungs das Level hochzuhalten, fruchtete. Nach einer präzisen Kombination über mehrere Stationen wurde Torjäger Rico Nassel (57.) mustergültig an der Strafraumgrenze bedient. Sein ansatzloser Flachschuss ins rechte Eck zum 0:4 sorgte für die Entscheidung.

Ampelkarte für Teuchert

Als wenig später der Coburger Abwehrspieler Yannick Teuchert vom souveränen Schiedsrichter Simon Dimmerling wegen wiederholtem Foulspiels die Gelb-Rote Karte erhielt, setzte der SVF in Überzahl seine Lehrstunde fort und brauchte nicht mehr ans Limit zu gehen.

Trainerstimmen

Heimtrainer Lars Scheler zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Derbys, redete aber nicht alles schlecht: "Man hat gesehen, dass wir gefällig kicken können. Durch schlechtes Zweikampfverhalten sind wir frühzeitig in Rückstand geraten. Kleine Dinge wurden bestraft. Im ersten Durchgang hatten wir durchaus Chancen. Ohne unsere verletzten Leistungsträger Sertan Sener und Tevin McCullough fehlt es unserer Offensive jedoch an Durchschlagskraft. Friesen erwies sich im Abschluss als effektiv."

Sein Gegenüber Armin Eck meinte: "Auf Kunstrasen kannst du dich, auch wenn du einen Vorsprung herausgeschossen hast, nie sicher fühlen. Unser Gegner hat vor der Pause einige Male schlampig abgeschlossen. Danach hatten wir von außen ein gutes Gefühl. Wir standen hinten sicher, haben den Ball gut laufen lassen und eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert."

Jetzt kommen hohe Hürden

Beiderseits geht es mit unvermindertem Druck weiter. Coburg muss am Samstag beim Dritten SV Memmelsdorf Farbe bekennen. Der SV Friesen hat den Vierten Haibach zu Gast.

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