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FC Knetzgau setzt auf Kraft der Integration

Viele Amateur-Fußballvereine plagen Nachwuchssorgen und Zukunftsängste. Der FC Knetzgau, der Tabellensiebte der A-Klasse Schweinfurt, Gruppe 5, hat ein Mittel dagegen gefunden: die Integration von Gef...
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Viele Amateur-Fußballvereine plagen Nachwuchssorgen und Zukunftsängste. Der FC Knetzgau, der Tabellensiebte der A-Klasse Schweinfurt, Gruppe 5, hat ein Mittel dagegen gefunden: die Integration von Geflüchteten in seinen Spielbetrieb.

"In den letzten Jahren haben wir durch gezielte Ansprache etliche Flüchtlinge für uns als Spieler gewinnen können", so FCK-Trainer Thomas Fritsch zufrieden. So stellt der FC Knetzgau mittlerweile auch wieder zwei Mannschaften, die in der A- und B- Klasse im Kreis Schweinfurt des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) spielen. Geflüchtete machen dabei vor allem in der zweiten Mannschaft schon auch einmal die Hälfte der Spieler in der Startaufstellung aus.

Dass dies nicht nur sportliche Vorteile hat, sondern auch allgemein die Integration fördert, betonen nicht zuletzt auch die Geflüchteten selber. So sagt etwa der syrische FCK-Spieler Zaher Msallati: "Es ist toll, mit all den Leuten zu trainieren, zusammenzuspielen und nach den Spielen auch mit den Zuschauern und Vereinsleuten noch gemeinsam ein wenig Spaß zu haben." Der 2015 nach Deutschland gekommene Msallati, der lange in Knetzgau gewohnt hat, mittlerweile in Haßfurt lebt und eine Ausbildung macht, schiebt hinterher: "Es hat hier etwas von einer Familie." Und auch die Vereinsverantwortlichen zeigen sich mit dem Nebeneinander der Spieler, die aus so verschiedenen Ländern wie Syrien, Gambia oder Eritrea stammen, sehr zufrieden.

Der Integrationserfolg ist natürlich auch mit Kosten und einigem Aufwand verbunden. Dass bei der Verpflegung während und nach den Spielen für die muslimischen Spieler nun auch schweinefleischfreie Grillwaren angeboten werden, fällt da weniger ins Gewicht. Da aber kaum einer der Geflüchteten über einen Führerschein oder ein Auto verfügt, müssen die Spieler in ihren verschiedenen Wohnorten im Knetzgauer "Umland" abgeholt werden.

Aufgrund des mangelnden Angebots, kommt eine Anfahrt mit dem Bus kaum infrage. Auch müssen des Öfteren persönliche Ausrüstungsgegenstände für die Spieler besorgt werden. Hier bemüht sich der Verein aber auch um entsprechende Förderung, damit auch in Zukunft das Rezept "Erfolg durch Integration" aufgeht. "Wir haben eine Zwischenbilanz gezogen. Es steht fest, dass wir den ,Weg der Integration‘ so weitergehen werden. Da freuen wir uns über jede Möglichkeit der Förderung und des Austauschs" sagt dazu der Knetzgauer Trainer Thomas Fritsch. red

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