Einberg

Fast überall zugange

Karl Kessel, in vielen, vielen Vereinen in Einberg und Rödental engagiert, wird am Sonntag 80 Jahre alt.
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Karl Kessel hat im Laufe seiner Vereinsengagements eine Menge Auszeichnungen gesammelt.  Foto: Doris Weidner
Karl Kessel hat im Laufe seiner Vereinsengagements eine Menge Auszeichnungen gesammelt. Foto: Doris Weidner

Was wäre der Rödentaler Stadtteil ohne Karl Kessel, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert. Fast überall war er zugange - und das ehrenamtlich, auch wenn er sich schon ein wenig zurückgezogen hat. "Alles war zum Nulltarif", meinte er. Und wenn es um Kommunalpolitik geht, dann interessiert es ihn, hört er genau hin, wie bei der letzten Bürgerversammlung.

Sagenhafte 349 Jahre Vereinszugehörigkeiten hat das Einberger Urgestein auf dem Buckel. "Ich bereue nichts, aber Bäume kann ich nicht mehr ausreißen", ließ er wissen, als er lebhaft erzählend in seinem Sessel im eigenen Haus saß und zurückblickte. Seine Vorliebe galt der Rassekaninchenzucht, da war er bayern- und europaweit vertreten, einmal wurde er sogar Europameister. 1979 bis 2006 übernahm er als Vorsitzender den Einberger Kleintierzuchtverein. Beim VfB Einberg war er Mitglied seit 1955 und dort als Garderobenwart und Platzwart tätig. Die musikalische Ader des früheren Industriemeisters im Fach Keramik trat beim Posaunenchor Einberg zutage. Er blies die Zugposaune. In der Kirchengemeinde St. Marien gründete er den CVJM mit sowie die Mädchen- und Jungsschar.

Das ist noch lange nicht alles. Unermüdlich wie er war, gehörte er zum Jugendorchester Rödental, war Wanderwart beim Obst- und Gartenbauverein, aktiver Sänger beim Gesangverein und Mitglied beim Verein Industriemeister Keramik Rödental. Da blieben Auszeichnungen natürlich nicht aus, die von Pokalen, Ehrennadeln, Ehrenmitgliedschaften, Ehrenvorsitz, Ehrenteller der Stadt Rödental bis hin zur Ehrennadel des bayerischen Ministerpräsidenten reichen. Über seine Frau Marlies sagte er: "Gott sei Dank hat sie mitgespielt." Und sah sie liebevoll an. Stolz ist Karl Kessel aber auch auf seine drei Kinder, fünf Enkel und seinen Urenkel.

Wer diesem Einberger Ehrenamtler gratulieren will, kann es am Sonntag, 13. Oktober, ab 10 Uhr im Gasthaus Kleinlein in Einberg tun.

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