Bamberg
Spenden

Fast 800 000 Euro gehen an die Caritas

790 504 Euro haben 5241 Spender aus dem Erzbistum Bamberg im Jahr 2018 Caritas international für Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika zur Verfügung gestellt. Besonders viele Spende...
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790 504 Euro haben 5241 Spender aus dem Erzbistum Bamberg im Jahr 2018 Caritas international für Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika zur Verfügung gestellt. Besonders viele Spenden aus der Region gingen für die Projekte nach dem Tsunami und Erdbeben im indonesischen Sulawesi sowie für die Nothilfe im Jemen und in Syrien ein. Das gab der Deutsche Caritasverband bei der Bilanzkonferenz für sein Hilfswerk Caritas international bekannt.

2018 war ein Rekordjahr für das Hilfswerk. So fiel die Summe der geleisteten Hilfen mit 81,08 Millionen Euro so hoch wie nie zuvor aus. Die meisten Spenden gingen mit rund 4,8 Millionen Euro für die Unterstützung der Opfer des Erdbebens und Tsunamis in Sulawesi ein.

Caritas-Präsident Peter Neher warnte bei der Jahrespressekonferenz zugleich vor den Auswirkungen einer weltweiten Aufrüstungsspirale: "Es ist nicht nachzuvollziehen, wenn auf weltpolitischer Ebene davon geredet wird, Fluchtursachen bekämpfen zu wollen, während parallel dazu die Armeen hochgerüstet werden. Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass höhere Militärausgaben die humanitäre Situation in vielen Teilen der Welt keinesfalls verbessert haben", sagte Neher in Freiburg.

Wiederaufbauhilfe in Syrien

Sinnvoll sei hingegen ein stärkeres Engagement der internationalen Gemeinschaft bei der Finanzierung der Friedensmissionen der Vereinten Nationen. Von der deutschen Bundesregierung forderte er, das "Zwei-Prozent-Ziel" der Nato offen zur Diskussion zu stellen. Mit Blick auf die aktuelle Situation in Syrien betonte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, dass das Hilfswerk in dem Land künftig auch Wiederaufbauhilfe leisten will. "Je länger der Krieg dauert, desto deutlicher wird, dass reine Nothilfe nicht mehr ausreicht", erklärte Müller.

Die Bundesregierung habe die Unterstützung des Wiederaufbaus an die Bedingung geknüpft, dass zuvor ein politischer Prozess in Syrien auf den Weg gebracht werden muss. "Diese Forderung ist aus politischer Sicht verständlich. Aus humanitärer Sicht wäre es aber fatal, der unschuldig leidenden Zivilbevölkerung solange die dringend benötigte Hilfe zu verwehren, bis Machthaber Assad zu Verhandlungen bereit ist", sagte Müller. red

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