Bramberg
Motocross 

Fans und Fahrern viel geboten

Die Rennen des BMC Bramberg gingen bei besten Bedingungen über die Bühne. Vor allem die Seitenwagen zogen die Besucher in ihren Bann. Seriensieger Dietmar Schmidt holte sich zum fünften Mal Platz 1.
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Überlegen siegten im "Veteranencup" Dietmar Schmidt/Bruno Kälin (Startnummer 4), während Peter Pilz/Julian Zimmermann (Startnummer 69) auf Platz 3 kamen.  Foto: Günther Geiling
Überlegen siegten im "Veteranencup" Dietmar Schmidt/Bruno Kälin (Startnummer 4), während Peter Pilz/Julian Zimmermann (Startnummer 69) auf Platz 3 kamen. Foto: Günther Geiling
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Motocross hat auf die Zuschauer eine ganz besondere Wirkung. Das merkte man beim traditionellen Rennwochenende in Bramberg, das sich viele Besucher nicht entgehen lassen wollten. Nicht nur die Nähe zu den Fahrern, sondern auch der ständige Blick auf das Geschehen auf der Rennstrecke "auf der Alm" machen die Rennen interessant und sorgen für eine gute Stimmung. Bei der Hatz über Hügel und in die Kurven wurden die Spitzenfahrer ihrer Favoritenrolle gerecht und sammelten fleißig Punkte für die Nordbayern-Serie und Thüringer Meisterschaft.
Die Organisatoren des BMC Bramberg um Vorsitzenden Michael Weidner und Sportleiter Matz Bortenlänger hatten alles bestens vorbereitet und optimale Bedingungen auf der Rennstrecke ermöglicht. Der zeitweise Regen am ersten Tag sorgte dafür, dass es nicht zu sehr staubte, aber man auch keine Mühe hatte und nicht an Schlammlöchern verzweifeln musste. Die Rennbedingungen waren also ideal, was auch der Streckensprecher sehr positiv hervorhob. "Dass zu diesem Rennen wieder so viele Fahrer gekommen sind, liegt auch daran, dass hier alles gut passt und die Piste auch so breit ist, dass man gute Möglichkeiten zum Überholen hat", sagte er.


Start teils in zwei Reihen

Die Zahl der gemeldeten Fahrer war wirklich so groß, dass sie bei einigen Rennen auch aus zweiter Reihe starten mussten. Aber bei 25 Runden kann auch dieser kleine Nachteil ausgeglichen werden. Höhepunkt an den zwei Tagen war ohne Zweifel wieder das Rennen der Seitenwagen-gespanne, von denen nach den zwei Vorläufen immerhin 21 ins Ziel kamen.
Mit einem großen Vorsprung fuhren dabei Dietmar Schmidt/ Bruno Kälin aus Ummendorf/Egg über die Ziellinie und unterstrichen ihre Vormachtstellung im Nationencup. In den letzten zehn Jahren gewann Dietmar Schmidt schon fünfmal den Wettbewerb, so auch im Jahr 2016, und auch vorerst sieht es so aus, als könne ihn niemand vom Thron stoßen. Das Duo fährt einfach in einer eigenen Motocross-Liga, und das zeigten die beiden auch in Bramberg. Einige Besucher bedauerten, dass hier keine Lokalmatadoren mehr anzufeuern sind, denn die Rennen der Seitenwagengespanne waren früher das große Plus des kleinen Vereins in den Haßbergen.
Aber auch in den übrigen Rennen muss man "Lokalmatadoren" suchen und kann sie beinahe an einer Hand abzählen. In der Jugend A bis 85 und bis 100 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum kämpfte Jan Conrad um Punkte und belegte dort den achten Platz. Marco Haas aus Königsberg fuhr in der Klasse 7.1 für Senioren ab 35 Jahren 16 Punkte ein, dies reichte zum 13. Platz. Darüber hinaus machten aber einige Fahrer aus der Umgebung auf sich aufmerksam, die teilweise Bramberg auch als ihre Übungsstrecke benutzen. Toni Montag aus Priesendorf kam in der Klasse 2, 65 ccm, auf den vierten Platz, Walther Schneider aus Hildburghausen auf den fünften und Tobias Piening (beide in der Klasse 6 MX 1) auf den sechsten Rang.


Keine ernsthaften Verletzungen

Zur Freunde der Veranstalter gab es keine schweren Unfälle, höchstens Prellungen oder auch einmal ein starkes Eindrücken des Brustkorbes auf dem Lenker, was jedoch die "harten Kerle" auch gleich wieder wegstecken. Dies geht nur, wenn man auch gut durchtrainiert ist. Der Streckensprecher sprach deswegen von "Pfundskerlen, die gut drauf sind". Insbesondere bei den Seitenwagengespannen meinte er, dass sich Fahrer und Beifahrer gegenseitig völlig vertrauen müssten. Es sei schon Akrobatik, was hier von den Beifahrern verlangt werde. "Sie stehen dabei zwar nicht auf einem Melkschemel, aber haben ihren Platz nur auf einem halben Quadratmeter und müssen ständig das Gewicht in den Kurven verlagern."


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