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Fairtrade-Status rückt näher

Das Ziel, Fairtrade-Stadt zu werden, rückt für Haßfurt in greifbare Nähe. Derzeit prüft der TransFair-Verein in Köln, die Zertifizierungsstelle der Fairtrade-Towns Deutschland, die Bewerbungsunterlage...
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Das Ziel, Fairtrade-Stadt zu werden, rückt für Haßfurt in greifbare Nähe. Derzeit prüft der TransFair-Verein in Köln, die Zertifizierungsstelle der Fairtrade-Towns Deutschland, die Bewerbungsunterlagen der Kreisstadt, wie die Stadt informierte. "Wir haben uns sehr über die Vielzahl an zivilgesellschaftlichen Akteuren gefreut, die Sie für die Unterstützung der Fairtrade-Towns-Kampagne in Haßfurt gewinnen konnten", betont Melanie Müller, die als Kampagnen-Koordinatorin tätig ist. Ein paar Details müssen noch ausgearbeitet werden, dann steht der Ernennung von Haßfurt zur Fairtrade-Stadt nichts mehr im Wege, heißt es aus dem Haßfurter Rathaus.

Die Aktivitäten der Stadt werden durch eine Steuerungsgruppe organisiert. Sie setzt sich aus Vertretern der Stadt, der Geschäftswelt - insbesondere des Welt-Ladens - und Gastronomie, der Schulen und des Stadtmarketings zusammen. Die Gruppe traf sich Mitte Januar zum ersten Mal mit der Eine-Welt-Promotorin für Unterfranken, Katharina Lang aus Würzburg. Zu den Aufgaben gehört es, den Dreiklang "bio, regional, fair" ins Bewusstsein zu bringen und verstärkt fair gehandelte Produkte in allen Lebens- und Arbeitsbereichen zu fördern. Dadurch werden Produzenten in den Herkunftsländern unterstützt, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Auch auf die Unterstützung regionaler Produzenten wird Wert gelegt. "Ihren Unterlagen entnehmen wir, dass Ihre Steuerungsgruppe sehr aktiv ist", lobt Melanie Müller die vorbereitenden Arbeiten des Stadtmanagers Marc Heinz.

Der Welt-Laden möchte in diesem Jahr einen "fairen Kochkurs" initiieren. Es wäre wichtig, wenn sich noch mehr Gastronomen und Vereine dem Gedanken des fairen Handels anschließen würden und Produkte in ihren Küchen und Ausschänken Verwendung fänden", sagt Michaela Selig vom Welt-Laden.

Die Stadt möchte mit gutem Vorbild vorangehen. Im Rathaus wird bei Sitzungen der Gremien und Besuchen auswärtiger Gäste der faire Stadt-Kaffee ausgeschenkt, den der Welt-Laden initiiert und auf den Weg gebracht hat. Weitere Maßnahmen wie die nachhaltige Beschaffung von Papier für die öffentlichen Gebäude und der Verzicht auf unnötige Ausdrucke werden Stück für Stück umgesetzt. Das Ganze geht bis hin zu fair gehandelten Grabsteinen auf Friedhöfen. red

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