Reitsch
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Fairplay erhält eine neue Dimension

Thema Spielabsage in Reitsch: Das Fairplay hat durch den FC Wallenfels eine neue Dimension erhalten, und eine Platzsperre hat unnötige Kosten verursacht. Wa...
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Thema Spielabsage in Reitsch:

Das Fairplay hat durch den FC Wallenfels eine neue Dimension erhalten, und eine Platzsperre hat unnötige Kosten verursacht. Was war vorgefallen?
Am 3. Oktober sollte das Kreisklassen-Spiel SV Reitsch - FC Wallenfels stattfinden. Der SV musste das Heimspiel leider aufgrund der widrigen Platzverhältnisse um 10 Uhr absagen. Am gleichen Tag war nämlich auch ein Landesliga-Spiel der U17-Mädchen gegen die SpVgg Bayreuth geplant.
Wo war jetzt das eigentliche Problem? Mit der Entscheidung, den Platz an diesem Tag zu sperren, ging es ganz sachlich darum, Platz und Spieler (höhere Verletzungsgefahr) zu schonen, da es in den frühen Morgenstunden (gegen 5 Uhr) anfing, sehr stark zu regnen. Als um 9 Uhr eine Platzbegehung durch die Verantwortlichen durchgeführt wurde, stellte man fest, dass der Platz in einem sehr schlechten Zustand war.
Während der Begehung war die Mannschaft der SpVgg Bayreuth nicht mehr erreichbar, und auch der leitende Schiedsrichter (aus Unterfranken) war bereits unterwegs. Um Kosten (Fahrkosten) zu vermeiden, wenn man den Gegner wieder heimschicken hätte müssen, hatte man sich darauf verständigt, das Spiel der Mädchen trotzdem durchzuführen.
Fakt war, dass auf dem Platz an diesem Tag kein zweites Spiel mehr durchgeführt werden konnte. Zudem steht nach eigenem Wissen ein Landesligaspiel, auch im Juniorenbereich, über der Kreisebene. Darüber hinaus ist der Rahmenterminkalender der U17-Juniorinnen in der Landesliga Nord so eng gesteckt, dass kaum Ausweichtermine frei sind.
Leider war es an diesem Tag nicht möglich, auf dem Ausweichplatz zu spielen, da die Netze der Spieltore von Unbekannten zerschnitten wurden. Es wurden bereits neue Netze bestellt. Die Absage an den FC Wallenfels wurde fristgerecht um 10 Uhr durchgegeben, und auch der Schiedsrichter wurde rechtzeitig informiert.
Der SV Reitsch beabsichtigte mit der Spielabsage zwischen dem SV Reitsch und dem FC Wallenfels keine Böswilligkeit, sondern wollte lediglich Platz und Spieler schonen. Zudem hatte man sich in mehreren Gesprächen mit dem Spielleiter, dem Vorstand, dem Spielleiter und dem geschäftsführenden Vorstand des FC Wallenfels redlich darum bemüht, eine außersportgerichtliche Einigung herbeizuführen.
Trotz dieses Umstandes ist der FC Wallenfels nicht von seiner Meinung abgewichen, den SV Reitsch anzuzeigen. Somit muss ein kleiner Verein, der mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat wie jeder andere Verein, eine empfindliche Geldstrafe zahlen. Andere Vereine sollten durch diesen Leserbrief gewarnt sein, wenn es um eine Spielabsage geht, da der FC Wallenfels wohl nicht das erste Mal so gehandelt hat.
Schade, dass man sich nicht auf ein Miteinander einigen kann, sondern über Gerichte kommunizieren muss. Wo bleiben da das Fairplay und das Miteinander der kleinen Vereine?

Gerhard Wolf
Peter Becker
Heiner Götz
alle Reitsch


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