Coburg
Bau- und Umweltsenat II

Fahrradfreundlicher werden

Im Juli, September und Oktober hat der wiederbelebte "Arbeitskreis Rad" getagt. Das Gremium, besetzt mit Vertretern aus dem Stadtrat und der Verwaltung, spricht sich für den weiteren Ausbau des Radweg...
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Im Juli, September und Oktober hat der wiederbelebte "Arbeitskreis Rad" getagt. Das Gremium, besetzt mit Vertretern aus dem Stadtrat und der Verwaltung, spricht sich für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes in Coburg aus. Die SPD-Stadträte Johanna Thomack und Stefan Leistner hatten im September vergangenen Jahres gefordert, mehr für den Fahrradverkehr zu tun.

Um die unterdurchschnittliche Bewertung Coburgs durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zu verbessern, sollen überdachte Fahrradständer installiert werden. So etwa beim Kino in Coburg. Für unbeleuchtete Radwege zu den Stadtteilen fordert der Arbeitskreis reflektierende weiße Randsteifen, um die Radfahrt bei Dunkelheit sicherer zu machen. Konsequent sollen Autofahrer zur Kasse gebeten werden, wenn sie Radwege blockieren.

Ein großes Thema sind sichere Querungen für Radler von innerstädtischen Kreuzungen. Katja Link von der Stadtplanung nannte als kritische Beispiele die Kreuzung Untere Judengasse/Viktoria-/Löwenstraße. Auch im Kanonenweg bestehe Handlungsbedarf. Über den Schlossplatz soll parallel zu den Arkaden ein zwei Meter breiter asphaltierter Weg führen. "Durch den feinen Kies auf dem Schlossplatz fährt sich das sehr schwammig." Diese wichtige Nord-Süd-Radverbindung führt aus der Unteren Anlage über den Schlossplatz und weiter in Richtung Freibad. Mit dem Ordnungsamt wird nach den Worten von Katja Link über die Freigabe von Einbahnstraßen für Radler entgegen der Fahrtrichtung gesprochen. Machen Baustellen Umleitungen erforderlich, soll künftig nicht nur Autofahrern, sondern auch Radlern eine Umleitung angeboten werden.

Noch mehr Bügel in der Innenstadt, um daran Fahrräder sicher abstellen zu können, forderte Petra Schneider (SPD). Aber der Raum dafür sei, besonders in der Innenstadt, ausgereizt, erklärte Katja Link. Für Grünen-Stadtrat Wolfgang Weiß müssen alsbald konkrete Ergebnisse folgen. Gerhard Amend (CSB) forderte eine Fahrradabstellanlage am Bahnhof. Damit konnte er sich aber bei DB-Stationsmanagerin Heike Steinhoff - sie ist in Oberfranken für mehr als 100 Bahnhöfe und -stationen zuständig - nicht durchsetzen. "Unser Zuständigkeitsbereich ist nur das Bahnhofsgebäude", erklärte sie. cw

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