LKR Erlangen-Höchstadt
Arbeitsmarkt

Fähigkeiten zählen, nicht Handicaps

Im Bereich der Arbeitsagentur Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch - Bad Windsheim ist in den vergangenen Jahren die Beschäftigun...
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Im Bereich der Arbeitsagentur Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch - Bad Windsheim ist in den vergangenen Jahren die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ist zwar konstant gestiegen, aber erreicht wird nur die gesetzlich geforderte Anzahl von Pflichtarbeitsplätzen. Das teilt die Agentur mit.

So seien im Agenturbezirk Fürth mit seinen Städten Fürth, Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch - Bad Windsheim im Jahr 2016 knapp 8000 Pflichtarbeitsplätze von Menschen mit Behinderung besetzt gewesen. Das seien 1758 Arbeitsplätze mehr als drei Jahre zuvor. Dennoch betrage die Beschäftigungsquote im Agenturbezirk nur 4,9 Prozent. Die gesetzlich geforderte Quote liege bei 5,0 Prozent für Betriebe ab 20 Beschäftigten. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt habe sie 2016 bei den privaten Arbeitgebern 4,5 Prozent betragen, bei den öffentlichen 6,1 Prozent.

Gut qualifiziert und selten krank

Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, sagt: "Wir reden immer noch von Beschäftigungspflicht, Ausgleichsabgaben und Handicaps. Was wir brauchen, ist mehr Selbstverständlichkeit bei der Beschäftigung dieser Menschen. Dazu müssen persönliche Potenziale und Kompetenzen sowie die Möglichkeiten, Arbeitsplätze gegebenenfalls anzupassen, in den Vordergrund gerückt werden."

Arbeitslose behinderte Menschen seien zumindest statistisch besser qualifiziert als andere. Rund 60 Prozent von ihnen verfügen über eine betriebliche, schulische oder akademische Ausbildung. Bei allen anderen sind es etwa 50 Prozent. "Auch die Krankenstände sind, unserer Erfahrung nach, nicht höher als bei Nicht-Behinderten", so der Agenturchef. 2018 standen rund 17,5 Millionen Euro zur Integration von schwerbehinderten Menschen in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das ist mehr als die Hälfte des Gesamtbudgets von 32,2 Millionen Euro, das zur Arbeitsmarktförderung bereit stand. red

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