Kulmbach

Fader Nachgeschmack bleibt

Zum gleichen Thema erhielten wir folgende Zuschrift: Die von Herrn Werther hinterfragten Grundstücksgeschäfte des Herrn OB müssen restlos aufgeklärt werden. Die strafrechtliche Würdigung wird durch di...
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Zum gleichen Thema erhielten wir folgende Zuschrift: Die von Herrn Werther hinterfragten Grundstücksgeschäfte des Herrn OB müssen restlos aufgeklärt werden. Die strafrechtliche Würdigung wird durch die Staatsanwaltschaft erfolgen. Was immer dabei herauskommt, es bleibt ein fader Nachgeschmack, wie die Abwicklung erfolgt ist.

Als OB mit langjähriger Erfahrung hätte Herr Schramm wissen müssen, das solche Geschäfte "mit sich selbst" immer Anlass zu Mutmaßungen geben, zumal diese nicht öffentlich kommuniziert wurden.

Unbestritten hat Herr OB Schramm viel Gutes für Kulmbach getan. Aber das haben seine Vorgänger genauso getan und werden seine Nachfolger ebenfalls tun. Dafür wurden und werden sie schließlich gewählt. Selbst wenn die Grundstücksgeschäfte formal juristisch einwandfrei abgewickelt sein sollten, wurde sowohl von der Städtebau als auch vom OB politisch und moralisch unsensibel gehandelt.

Was kann man daraus lernen: Man sieht dies an den Zeitgenossen Trump, Putin, Johnson oder Erdogan. Mit Dauer der Machtbefugnisse und Häufung der Ämter besteht zunehmend die Gefahr der eigenen Überschätzung und der Verlust der gebotenen Sensibilität. In unserem speziellen Fall kommt noch das Wissen hinzu, dass man im jetzigen Wahlkampf von drei Parteien unterstützt wird, so dass die Kontrollfunktion einer starken Opposition faktisch ausgeschaltet wird. Das kann für die Stadtpolitik nicht gut sein.

Herrn Werther, der seine Aufsichtsratspflichten ernst genommen hat, und den Vorfall zur Sprache gebracht hat, Wahltaktik vorzuwerfen, ist für mich der Versuch, seiner persönlichen Reputation zu schaden.

Werner Brose

Kulmbach

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