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Fachkräftemangel - Folgen für Mainfranken

In Mainfranken nimmt die Fachkräftelücke in der Wirtschaft weiter zu. Trotz des aktuellen Beschäftigungsrekords fehlen 20 000 Fachkräfte in der Region. Durch den Engpass bleiben mehr als fünf Prozent ...
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In Mainfranken nimmt die Fachkräftelücke in der Wirtschaft weiter zu. Trotz des aktuellen Beschäftigungsrekords fehlen 20 000 Fachkräfte in der Region. Durch den Engpass bleiben mehr als fünf Prozent aller angebotenen Arbeitsplätze für Fachkräfte unbesetzt, so die jüngste Auswertung des IHK-Fachkräftemonitors Bayern.
Gesucht werden in erster Linie beruflich qualifizierte Mitarbeiter. Besonders fehlt es an Fachkräften im Bereich Maschinenbau und Betriebstechnik, Unternehmensführung und -organisation sowie in der Berufsgruppe Technische Entwicklung, Konstruktion und Produktionssteuerung.
"Der Fachkräftemangel hat massive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Betriebe müssen Aufträge verschieben oder ablehnen, weil die benötigten Fachkräfte fehlen. So entgeht Mainfranken allein in diesem Jahr eine Wirtschaftsleistung von schätzungsweise 1,7 Milliarden Euro", sagt Max-Martin W. Deinhard, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt. "Der Fachkräftemangel ist aktuell das größte Problem unserer Wirtschaft. 62 Prozent der Betriebe sehen die zunehmenden Personalengpässe als Risiko für ihr Geschäft", so Deinhard weiter.


Engpass verschärft sich

Für die Zukunft gibt es laut Prognosemodell keinen Grund zur Entwarnung. Im Gegenteil wird sich bis 2030 die Lücke auf 45 000 Fachkräfte in Mainfranken erhöhen. Bis dahin steigen die jährlichen Bruttowertschöpfungsverluste auf 4,2 Milliarden Euro. Dies wären 10,2 Prozent der gesamten mainfränkischen Wirtschaftsleistung. Durch die demografische Entwicklung wird auch das Durchschnittsalter der Belegschaften deutlich zulegen: von derzeit 43,9 Jahren auf 48,8 Jahre im Jahr 2030.
"Die Prognosen sprechen für sich. Jetzt kommt es darauf an, dass Wirtschaft und Politik wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen, damit die Fachkräftelücke nicht weiter wächst", fordert der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer. Besonders Frauen stellen dabei das größte Fachkräftepotenzial dar. Durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unter anderem durch einen Ausbau von Betreuungsplätzen, könne der Personalengpass gelindert werden, so Deinhard.
Weiterhin bleibt die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland ein wichtiger Teil der Problemlösung. "Dazu benötigen wir allerdings ein einfaches und transparentes Zuwanderungssystem, das die Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes berücksichtigt", bekräftigt Deinhard.
Die IHK unterstützt die Unternehmen bei der Fachkräftesicherung. Das Angebot finden Interessierte unter www.wuerzburg.ihk.de/fachkräfteportal. red
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