Thurnau
ehrung

Ex-Minister erhält Kulmbacher Medienpreis

"Die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist gutes Personal. Das gilt nicht nur in der Wirtschaft, das gilt auch bei Journalisten." Das sagte Siegfried Schneider, der auf Schloss Thurnau mit dem Joha...
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Siegfried Schneider (mit Urkunde) ist mit dem Johann-Georg-August-Wirth-Preis geehrt worden. Gratulanten waren (von links) Christian Holhut und Johann Pirthauer von der Akademie für Neue Medien, VBW-Bezirksgeschäftsführer Patrick Püttner, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Studioleiter Thomas Nagel und Landrat Klaus Peter Söllner Foto: K. Müller-Sanke
Siegfried Schneider (mit Urkunde) ist mit dem Johann-Georg-August-Wirth-Preis geehrt worden. Gratulanten waren (von links) Christian Holhut und Johann Pirthauer von der Akademie für Neue Medien, VBW-Bezirksgeschäftsführer Patrick Püttner, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Studioleiter Thomas Nagel und Landrat Klaus Peter Söllner Foto: K. Müller-Sanke

"Die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist gutes Personal. Das gilt nicht nur in der Wirtschaft, das gilt auch bei Journalisten." Das sagte Siegfried Schneider, der auf Schloss Thurnau mit dem Johann-Georg-August-Wirth-Preises 2019 ausgezeichnet wurde.

Schneider ist derzeit Präsident der bayerischen Landeszentrale für Neue Medien. Er hat sich als Lehrer, Landtagsabgeordneter und als Kultusminister besondere Verdienste erworben. Schneider setzt sich außerdem intensiv für den Medienstandort Oberfranken ein.

Standort Kulmbach unterstützt

Die Akademie für Neue Medien in Kulmbach hat Schneider für sein großes Engagement für die Förderung von Qualitätsjournalismus geehrt. Studioleiter Thomas Nagel betonte in seiner Laudatio die enge Verbundenheit des Preisträgers zum Standort Kulmbach und zur Akademie. Schneider habe es immer unterstützt, dass angehende Journalisten im geschützten Raum der Akademie experimentieren und ihre Fähigkeiten entfalten konnten.

Auch die frühe Erkenntnis Schneiders, dass es nicht um die Frage gehe, ob man soziale Medien einbeziehen müssen, sondern wie, hob Nagel heraus. "Gerade in Zeiten, in denen sich jeder alle Informationen online beschaffen kann, haben Journalisten eine wichtige Rolle: Sie übernehmen Verantwortung, müssen Geschehnisse richtig einordnen, den Menschen Nutzen bieten und Hintergrundinformationen korrekt recherchieren. Dazu braucht es eine gute Ausbildung."

"Unsägliche Dieseldebatte"

Die Verleihung des Medienpreises war eingebettet in den Neujahrsempfang der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW). Bezirksvorsitzender Thomas Kaeser hob die gute Wirtschaftslage hervor, mahnte aber auch notwendige Veränderungen an. "Wir müssen unsere Stellung als globale Leitregion des Automobils erhalten. Stattdessen führen wir in Deutschland eine unsägliche Dieseldebatte und schaden damit unserer eigenen Leitindustrie."

Kaeser forderte eine schnellere Umsetzung der Digitalisierung und machte auf den Fachkräftemangel aufmerksam.

Ein Impulsreferat über Klarheit von René Borbonus bereicherte den Abend. kms

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