Weisendorf
Sanierung

Evangelische Kirchengemeinde muss 320 000 Euro zusammenbekommen

670 000 Euro - so teuer wird die Sanierung der Evangelischen Kirche in Weisendorf. Eine Summe, die - neben allem sonstigen Unbill einer solchen Maßnahme - die evangelische Kirchengemeinde Weisendorf v...
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Tanja Hollfelder und Uwe Fischer mit Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt vor dem Spendenbarometer Foto: Richard Sänger
Tanja Hollfelder und Uwe Fischer mit Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt vor dem Spendenbarometer Foto: Richard Sänger

670 000 Euro - so teuer wird die Sanierung der Evangelischen Kirche in Weisendorf. Eine Summe, die - neben allem sonstigen Unbill einer solchen Maßnahme - die evangelische Kirchengemeinde Weisendorf vor eine harte finanzielle Belastungsprobe stellt. Von außen sieht alles harmlos aus, aber drinnen muss saniert werden und die Arbeiten beginnen bereits im kommenden Januar. Der Sanierungsbedarf kommt nicht überraschend, denn Feuchtigkeitsprobleme sind schon lange bekannt. Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt, Hausherr in der evangelischen Kirche von Weisendorf, hofft auf viele Spenden und deutet auf das Spendenbarometer unterhalb der Kanzel.

Denn wie der Pfarrer erläutert, wird die Kirchengemeinde rund 320 000 Euro selbst stemmen müssen. "Wir sind auf Spenden angewiesen und müssen einen Kredit aufnehmen", berichtet der Pfarrer. Deshalb freute er sich, als sich Uwe Fischer, der Geschäftsführer der Firma Neumüller, und seine Schwester Tanja Hollfelder ankündigten, und einen Scheck in Höhe von 2000 Euro übergaben. "Wir sind Weisendorfer und hier aufgewachsen. Uns liegt auch viel an unserer Kirche, deshalb spendet die Familie 2000 Euro", erklärte Fischer.

Feuchte Außenmauern

Wie der Pfarrer erläuterte, bereiten ihm Feuchte und Holzwürmer große Sorgen, auch die Milbenplage, wegen der die Kirche in den Sommermonaten geschlossen werden musste, sei noch nicht beseitigt. In den 50er Jahren wurde der Innenraum saniert und ein neuer Boden eingebracht. Dabei wurde der alte Boden nicht ausgebaut, sondern mit einem Estrich bedeckt und darüber wurden wieder Fliesen verlegt - mit einer fatalen Folge. Denn wegen des Estrichs und der wasserdichten Fliesen steigt die Feuchtigkeit jetzt in den Außenmauern immer höher, macht den Stein mürbe und lässt den Verputz aufblühen. Auch das Holz der Kirche aus dem 16. Jahrhundert hat im Lauf der Jahre und durch eindringende Feuchtigkeit gelitten und muss ebenso dringend saniert werden. "Wir werden deshalb alles ausschöpfen, was möglich ist, denn jeder Euro wird gebraucht", bedankte sich der Pfarrer bei Tanja Hollfelder und Uwe Fischer.

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