Laden...
Höchstadt a. d. Aisch
Diskussionsrunde

Eva Lettenbauer diskutiert in Höchstadt über grüne Lokalpolitik

Eva Lettenbauer, die Landesvorsitzende der Grünen in Bayern, war in Höchstadt zu Besuch. Im Heizhaus der Fortuna Kulturfabrik fand mit dem Ortsverband Höchstadt eine Diskussionsrunde statt. Die 27-jäh...
Artikel drucken Artikel einbetten
Eva Lettenbauer (vierte von links) diskutierte in Höchstadt mit Parteikollegen aus Höchstadt.  Foto: Theresa Schiffl
Eva Lettenbauer (vierte von links) diskutierte in Höchstadt mit Parteikollegen aus Höchstadt. Foto: Theresa Schiffl

Eva Lettenbauer, die Landesvorsitzende der Grünen in Bayern, war in Höchstadt zu Besuch. Im Heizhaus der Fortuna Kulturfabrik fand mit dem Ortsverband Höchstadt eine Diskussionsrunde statt. Die 27-jährige Wirtschaftsingenieurin ist sich sicher: "Die Klimakrise zu lösen ist die wichtigste Herausforderung unserer Zeit!" Deswegen hält sie die Fridays-for-Future-Proteste für gerechtfertigt und dringend notwendig. Ihre Anliegen sind besonders, dass die Grundlagen für den Klimaschutz bereitet werden, der öffentliche Nahverkehr verbessert wird und Jugendliche mehr Mitspracherecht bekommen.

"Oft ist die Unterstützung für den Klimaschutz nicht spürbar", kritisiert die junge Politikerin. Sie ist der Ansicht, dass Gemeinden und Städte einen wichtigen Beitrag leisten können: Sie sollten klimaneutral werden und zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzen. Eine Voraussetzung hierfür könne sein, dass Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden installiert werden und für Neubauten eine Grundvoraussetzung sind. Zudem solle Windenergie verstärkt gefördert werden.

Eva Lettenbauer hat ein weiteres Thema, das ihr am Herzen liegt: die Mobilität. Dafür sei wichtig, dass öffentliche Verkehrsanbindungen ausgebaut werden und preislich erschwinglich sind. Außerdem sei wichtig, dass die Fahrradmitnahme in Bussen, Bahn und S-Bahn besser wird, so Eva Lettenbauer. Ein junges Mädchen meinte: "Eine einfache Fahrt von Höchstadt nach Erlangen kostet sieben Euro - das ist zu teuer." Hier seien die viel diskutierten 365-Euro-Tickets oder Ein-Euro-Tickets eine Lösung. Zudem werde die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs attraktiver gemacht.

Eine weitere Gruppe, die in Zukunft nicht aus den Augen verloren werden darf, sei die Jugend. Es solle ein vielfältiges kulturelles Angebot geben und Räumlichkeiten, in denen selbstorganisierte Veranstaltungen stattfinden können. Ein gerade für junge Menschen wichtiger Punkt: WLAN in Bus und Bahn und auch an öffentlichen Orten. "Es wäre wünschenswert, dass den jungen Menschen das Mitentscheiden durch ein Jugendparlament ermöglicht wird." Sie habe bereits Erfahrungen gemacht, bei denen Jugendliche solche Chancen verantwortungsbewusst und sinnvoll genutzt hätten. tes