Haßfurt

ESC kassiert herbe Auswärtsklatsche

Der ESC Haßfurt muss sich beim Gastspiel gegen den EC Pfaffenhofen torlos und deutlich geschlagen geben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Unglaublich. Auch Trainer Martin Reichert war nach der Partie der Haßfurter Hawks bei den Ice Hogs des EC Pfaffenhofen bitter enttäuscht. Fünf Tage nach der knappen 1:0-Niederlage zu Hause kassierte der Tabellenführer am Freitagabend eine 7:0-Packung.  Foto: Ralf Naumann
Unglaublich. Auch Trainer Martin Reichert war nach der Partie der Haßfurter Hawks bei den Ice Hogs des EC Pfaffenhofen bitter enttäuscht. Fünf Tage nach der knappen 1:0-Niederlage zu Hause kassierte der Tabellenführer am Freitagabend eine 7:0-Packung. Foto: Ralf Naumann

Es sollte eine Revanche werden. Stattdessen erlebten die Haßfurter Hawks ein Fiasko. Nur fünf Tage nach der hauchdünnen und unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen den EC Pfaffenhofen kassierten sie im Rückspiel am Freitag eine böse 7:0-Packung und blieben damit zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Torerfolg. "Wir haben verdient verloren. Pfaffenhofen war richtig gut und kompakt, das muss man neidlos anerkennen", sagte Martin Reichert und wollte das Wort "Klatsche" nicht von sich weisen. EC Pfaffenhofen - ESC Haßfurt 7:0

(2:0, 3:0, 2:0) "Klar war es eine Klatsche. Wenn ich 7:0 verliere, kann ich nicht sagen, dass es gut war." Doch der 54-Jährige sah keinen Grund, die arg gebeutelte und wie er maßlos enttäuschte Mannschaft nach ihrem bitteren Auftritt noch weiter zu kritisieren. "Wir hatten in vielen Phasen einfach kein Glück. Das müssen wir uns jetzt wieder erarbeiten", wollte sich der Falken-Trainer vielmehr bereits beim Training am Samstag daran machen, seine Spieler wieder aufzubauen. "Es muss und es wird von unserer Seite her wieder besser werden", zeigte er sich überzeugt.

Tatsache ist, dass die Hausherren zwar toll und souverän auftraten. Andererseits konnten die von etwa 35 mitgereisten Fans unterstützten Haßfurter bei weitem nicht an die gezeigte Leistung aus dem ersten Aufeinandertreffen anknüpfen. "Wir waren nicht gut", räumte Martin Reichert ein. Und dies nutzten die Ice Hogs, die von ihrem Trainer Chris Heid sehr gut auf ihren Gegner eingestellt wurden, sehr zur Freude der offiziell 150 eigenen Fans gnadenlos aus.

ESC trifft das Tor einfach nicht

Führten sie nach zwei Überzahltreffern von Stefan Hubert (10.) und Nick Endress (19.) nach dem ersten Abschnitt "nur" mit 2:0, fiel die Entscheidung bereits im zweiten Drittel: Erneut Nick Endress mit einem Break (36.) sowie Robert Gebhardt (39.) und Stefan Hubert (40.) mit einem Doppelschlag binnen 67 Sekunden schraubten das Zwischenergebnis auf 5:0. Auch in den letzten 20 Minuten gelang der Anschluss- beziehungsweise Ehrentreffer trotz der Bemühungen und vorhandener Möglichkeiten nicht.

Im Gegenteil: Jake Fardoe machte in der 44. Minute das halbe Duzend für den Bayernligaabsteiger voll, ehe Dominik Thebing zehn Minuten vor der Schlusssirene den 7:0-Endstand markierte (50.). Die höchste Auswärtsniederlage der Hawks seit dem 8:1 im Dezember 2017 beim EHC Königsbrunn war perfekt. Damit verteidigte die beste Abwehr der Liga ihren "Titel", während der immer noch stärkste Angriff zum zweiten Mal in Folge enttäuschte.

"Vielleicht war es so besser, als dass wir nur 3:2 verlieren und denken, ,Alles ist gut'", sagte Reichert, der seinen Fokus am Samstagmorgen auf das Training am Nachmittag sowie die Partie am Sonntagabend gegen Freising richtete. "Wir müssen das jetzt so nehmen, wie es ist, und können uns nur selbst wieder aus dem Schlamassel ziehen." Von einer "Mini"-Krise wollte er dagegen nichts wissen. "So ein Quatsch. Wir arbeiten trotzdem so wie bisher weiter."

Tabellenführung nicht das Ziel

Die Vorrunde als Tabellenführer zu beenden, sei "von Anfang an nicht das Ziel" gewesen. "Wir wollen unter die ersten fünf, um in die Verzahnungsrunde zu kommen", machte Reichert wiederholt deutlich und verwies nochmals auf die Stärke der Liga. "Von den elf Gegnern sind sechs oder sieben dabei, die ähnlich stark oder besser sind wir. Man muss einfach schauen, das Spiel an dem Tag zu gewinnen. Das haben wir gegen Pfaffenhofen zwei Mal nicht geschafft und dabei auch noch kein Tor geschossen. Das ist eine deutliche Sprache, die nur wir selbst wieder ändern können."

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx - Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Hümmer, Dietrich, Stach, Zösch, Kratschmer, Breyer / SR: Wohlgemuth - Halli/Bredhauer / Zuschauer: 183 (35 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: Fehlanzeige / Strafzeiten: Pfaffenhofen 26 + 10 gegen Jakub Felsoci / Haßfurt 20

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren