Thurnau

Es wird viel gebaut in Thurnau

Mit einer Reihe von Anträgen mussten sich die Marktgemeinderäte in der jüngsten Sitzung beschäftigen.
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Grünes Licht gab es in Thurnau für eine Reihe von Neu- und Umbauprojekten. Foto: pattilabelle/Fotolia
Grünes Licht gab es in Thurnau für eine Reihe von Neu- und Umbauprojekten. Foto: pattilabelle/Fotolia

Die Mitglieder des Thurnauer Marktgemeinderates beschäftigten sich in ihrer jüngsten Sitzung vor allem mit Bauangelegenheiten. Im Mittelpunkt stand die Einbeziehungssatzung zweier Parzellen (Flurnummern 242, 253 und 254) in das Gebiet "Limmersdorf I".

Während des Auslegungsverfahrens wurden 19 Träger öffentlicher Belange angeschrieben und nach Einwänden befragt. Das Wasserwirtschaftsamt Hof machte darauf aufmerksam, dass zwar keine Wasserspiegelberechnung gefordert werde, dass die Keller - bei der Realisierung von Bauvorhaben in diesem Bereich - jedoch hochwassersicher gebaut werden sollten. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten befürchtet durch die Reduzierung der landwirtschaftlichen Fläche "eine Verschlechterung". Doch dem konnte die Verwaltung nicht folgen. Ohne Einwände wurde die Einbeziehungssatzung verabschiedet.

Veit Pöhlmann (FDP) bemängelte, dass als Einfriedung lediglich ein bis zu 1,20 Meter hoher Maschendrahtzaun zulässig sein sollte. Dieser Passus wurde erweitert: Als Einfriedung können auch andere Zäune und Hecken dienen.

Mit der Satzung machen die Mitglieder des Thurnauer Marktgemeinderates den Weg frei für eine Genehmigung des Bauantrages der Eheleute Anna und Viktor Koch. Das Paar möchte einen Bungalow mit Garage und Stellplatz auf der Flurnummer 242 errichten. Als Auflagen legte der Markt fest, dass die Bauleute für die Erschließung selbst aufkommen müssen und dass kein Anspruch auf die Installation einer Straßenbeleuchtung bestehe. Vielmehr handele es sich bei der Erschließungszufahrt um einen öffentlichen Feld- und Waldweg, nicht um eine asphaltierte Straße. Dies solle auch so bleiben. Sollten Schäden an dem Weg durch die Bautätigkeit entstehen, müsse er wieder hergerichtet werden.

Auch zahlreiche andere Bauanträge beschieden die Mitglieder des Marktgemeinderates positiv. So gab es keine Einwände gegen den beabsichtigten Neubau eines Einfamilienhauses mit Garagen in Alladorf durch Michael und Jacqueline Dörfler. Harald Lauer möchte in Menchau eine bestehende Scheune teilweise abbrechen und neu errichten. Und auch gegen den Antrag von Ilse Köhler-Auweiler für eine Unterstellhütte für Lamas und Alpakas in Alladorf hatten die Räte nichts. Außerdem genehmigte der Marktgemeinderat den Bauantrag von Gisela Leclerc. Sie möchte in Thurnau einen Swimmingpool bauen.

Bürgermeister Martin Bernreuther informierte die Räte darüber, dass ein Zuschuss in Höhe von 90 Prozent für die Sanierung der Thurnauer Grundschule gewährt worden ist. Bislang wurden die Kosten nur grob auf rund 280 000 Euro geschätzt. Die Wasserleitung und die Feuerschutzleitung sowie die Heizung der Schule sollen ausgetauscht werden. Um die Realisierung schnell voranzubringen, vergaben die Räte jetzt die Planung für die Sanierung der Kaltwasser- und Feuerschutzleitung an die Firma Wiegel. Umgesetzt werden soll die Maßnahme im nächsten Jahr.

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