Kulmbach
GEFLÜGELZÜCHTER

Es war eine Schau der Superlative

Der Lärm war unüberhörbar, aber es waren schöne, natürliche Laute. Gackern, Gurren, Schnattern und Krähen sind in unserer hochtechnisierten Welt selten geworden. In der Drossenfelder Ausstellungshalle...
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Auch Höckergänse waren bei der Schau zu sehen. Foto: Horst Wunner
Auch Höckergänse waren bei der Schau zu sehen. Foto: Horst Wunner

Der Lärm war unüberhörbar, aber es waren schöne, natürliche Laute. Gackern, Gurren, Schnattern und Krähen sind in unserer hochtechnisierten Welt selten geworden. In der Drossenfelder Ausstellungshalle bestimmten jedoch sie das Geschehen, die 2228 Tiere von 230 Ausstellern, die sich zur 68. Oberfränkischen Bezirksgeflügelschau, verbunden mit der Bezirksjugendschau und fünf Sonderschauen, präsentierten.

Schöne, bunte Bilder empfingen die Tierfreunde in der 1000 Quadratmeter großen Halle: Von den Strasser-Tauben und Deutsche Modeneser schwarzgescheckt, über Höckergänse, Warzenenten und Zwergenten im grobgescheckten Weiß und mit gelben Schnabel, bis zum putzigen Zwergseiden-Huhn und den stolzen Hähnen Australorps und Plymouth Rocks gestreift. Eben eine Schau der Superlative mit allem, was die oberfränkische Geflügelzucht zu bieten hat.

Schirmherrin Dr. Silke Launert zeigte sich dann bei der Eröffnung ganz begeistert von dem Gesehenen: "Dieses Hobby ist Kulturgut, das muss erhalten bleiben", forderte die Bundestagsabgeordnete. Sie sei selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, schätze die Züchterarbeit sehr. Was auch stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann betonte: "Wer sich um Tiere kümmert, lernt Verantwortung".

Stabile Tierzahl

Andreas Vogel freute sich als Bezirksvorsitzender über die stabile Tierzahl der Ausstellung, bedauerte aber den Rückgang der Mitglieder um ein Drittel. Wozu Bezirksjugendleiter Rainer Bauer eine aufmunternde Antwort gab, weil sich im Jugendbereich einiges bewege und die Jugendgruppe mit 450 Tieren zur Schau beitragen konnte. Und Bürgermeister Harald Hübner war erneut ein bisschen stolz, Neudrossenfeld als Mittelpunkt regionaler und internationaler Züchtertreffen in Oberfranken vorzustellen.

Die Ausstellungsleitung lag bei Heinrich Herrmann, dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Bayreuth, in bewährten Händen. Er lobte die optimalen Bedingungen hier für große Schauen.

28 Preisrichter bestätigten ein hohes Niveau, insgesamt 90 Mal wurde die Höchstnote "Vorzüglich" vergeben.

Zu diesen erfolgreichen Züchtern gehören: Hardy Gantke, Dominik Reimnitz und Paul Hübner (alle Bayreuth), Alfred Bauer, Julia Bauer, Hans Neuner, Uwe Langhammer (alle aus Creußen), Marcel Eichner aus Neudrossenfeld, Anette-Jutta Höhl und Reinhard Arneth (beide aus Hollfeld), Jonas und Harald Ulbrich aus Thurnau, Rainer Roder aus Eckersdorf, Wolfgang Peck aus Pegnitz, Hannsjürgen Grampp aus Mainleus, Hans Redel aus Gößweinstein, Wolfgang Ruhnke aus Eckersdorf und Edmund Hofmann aus Mistelgau.

Die Champions

Die Champions der Schau heißen: Rainer Roder auf Smaragdenten schwarz, Fritz Bauer aus Weißenbrunn auf federfüßges Zwerg-Huhn gold-porzellanfarbig, Hansjürgen Grampp auf Coburger Lerchen silber ohne Binden, Sandro Frömter aus Zell auf Arabische Trommeltauben gelbfahl mit Binden. Jugendchampion darf sich Maximilian Schrödel aus Creußen auf Cayugaenten nennen. Im Nachwuchsbereich errangen den Titel Bezirksjugendmeister: Dominik Reimnitz auf Warzenenten schwarz-gescheckt, Maximilian Oßmann auf federfüßige Zwerge schwarz, und Marc Bauer auf Deutsche Modeneser Schietti schwarz (beide aus Weißenbrunn).

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