Ludwigschorgast
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Es läuft nicht rund beim FC

Der FC Ludwigschorgast hat schon bessere Zeiten erlebt. Läuft es bei den Fußballern nicht gerade rund, konnten auch die finanziellen Ziele 2018 nicht erreicht werden. Die angespannte Haushaltslage beg...
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Der FC Ludwigschorgast hat schon bessere Zeiten erlebt. Läuft es bei den Fußballern nicht gerade rund, konnten auch die finanziellen Ziele 2018 nicht erreicht werden. Die angespannte Haushaltslage begründete Vorsitzender Andreas Vogler mit rückläufigen Umsätzen, geringerem Spendenaufkommen, gestiegenen Ausgaben für den Spielbetrieb und Unterhalt von Sportheim, Turnhalle und Sportplätzen. Natürlich habe man die Zeichen der Zeit erkannt und versucht, der negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Aber neue Ideen und Veranstaltungen hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Angebote seien von der Bevölkerung kaum angenommen worden. Deutlich gab Vogler zu verstehen, dass der Club dringend mehr Helfer brauche, wenn das Vereinsleben nicht zum Erliegen kommen solle.

Der Vorsitzende zeigte sich desillusioniert. Er sei vor zwei Jahren angetreten, um die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Mittlerweile stehe der neue Vorstand genauso mit wenigen Leuten auf weiter Flur wie vorher der alte. Den für ihn schwachen Besuch der Zusammenkunft (44 von 300 Mitgliedern) wertete er als Desinteresse am Vereinsgeschehen.

"Die Vereine liegen uns am Herzen, wir wollen auch helfen", sagte Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani. Allerdings seien der Gemeinde in bestimmter Hinsicht die Hände gebunden. Die Bürgermeisterin appellierte an die Mitglieder, mit anzupacken. In der regen und sachlichen Diskussion kam es zu vielen konstruktiven Vorschlägen. "Es kommt alles auf den Prüfstand" versprach Vogler und kündigte eine weitere Versammlung an, die am 5. April im Sportheim stattfinden wird. Dann solle entschieden werden, wie es mit dem FC Ludwigschorgast weitergeht.

Der Stolz des Vereins ist derzeit der Fußballnachwuchs. Die Trainer liegen mit ihrer Philosophie auf einer Wellenlänge. Sie vermitteln Spaß am Fußball, leisten Jugend- und Sozialarbeit. Wie Jugendleiter Sven Maaß mitteilte, sind von den Mini-Kickern bis zu den E-Junioren über 50 Kinder aktiv.

Maria Kolb, seit 32 Jahren Leiterin der Damengymnastikabteilung, trifft sich wöchentlich mit dem "harten Kern" in der Schulturnhalle. Sie würde sich freuen, wenn auch die Fußballer ihre "bessere Hälfte" zu den Übungsstunden schicken würden. Tobias Braunersreuther



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