Adelsdorf
adelsdorf.inFranken.de  Die Adelsdorfer Rasse- und Ziergeflügelzüchter stellten 325 Tiere aus.

Es kräht, quakt, gackert und trommelt

Die 49. Aischtalschau, eine Geflügelschau der Rasse- und Ziergeflügelzüchter des Geflügelzuchtvereins Adelsdorf und Umgebung, zeigte neben verschiedenen Hühner-, Zwerghühner- und Taubenrassen auch Ent...
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Karsten Fischkal bekam frische Eier und eine besondere Krawatte von Johannes Weiß (r.). Foto: Johanna Blum
Karsten Fischkal bekam frische Eier und eine besondere Krawatte von Johannes Weiß (r.). Foto: Johanna Blum

Die 49. Aischtalschau, eine Geflügelschau der Rasse- und Ziergeflügelzüchter des Geflügelzuchtvereins Adelsdorf und Umgebung, zeigte neben verschiedenen Hühner-, Zwerghühner- und Taubenrassen auch Enten, Gänse und Puten in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Adelsdorf. Am Samstag wurden die Leistungssieger prämiert. Die alljährlich durchgeführte Geflügelausstellung ist ein gutes Beispiel für ein interessantes Hobby, das auch die Möglichkeit zur Muße und Entspannung bietet.

Lautes Gackern, Gurren, Krähen und Trommeln der 325 verschiedenen Rassegeflügeltiere empfing die Besucher, doch Vorsitzender Johannes Weiß und Schirmherr Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) schafften es locker, diese tierischen Geräusche mit ihren Grußworten zu übertönen.

Weiß klärte in seiner begrüßung über die verschiedenen Rassen wie zum Beispiel Australorp, Deutsches Reichshuhn und mehr auf. "Die Tiere haben eine gute Legeleistung und geben auch einen schönen Sonntagsbraten ab", verriet er schmunzelnd. Außerdem wüsste man, was man auf dem Teller hat und welche Medikamente das Tier nicht bekommen hat.

32 Züchter hatten ihre Tiere vorgestellt. Diese setzen sich aus 42 unterschiedlichen Rassen von Ziergeflügel in etwa 70 Farbvariationen zusammen. Die Jugend zeigte 35 Tiere - elf Prozent aller gezeigten Tiere.

14 Mal die Höchstnote

Am Freitag bereits waren die Preisrichter mit der Bewertung der Tiere beschäftigt. Sie mussten sich an eine Musterbeschreibung halten, die vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter vorgegeben ist. Insgesamt werden Lebhaftigkeit, Körperform, Körperbau und Haltung des Tieres beurteilt. Für jedes Rassegeflügel gibt es eine eigene Musterbeschreibung, mit deren Hilfe auch die Einzelmerkmale wie Kopf, Schnabel, Augen, Hals, Brust, Flügel, Füße und die Farbenschläge nach Punkten bewertet werden. Pro Tier wird eine Bewertungskarte ausgestellt, auf der Vorzüge, Wünsche, oder auch Mängel schriftlich festgehalten werden. Die Höchstpunktzahl, die ein Tier erreichen kann, liegt bei 97 Punkten und bedeutet vorzüglich. Es folgen hervorragend (96 Punkte), sehr gut (95 bis 93 Punkte), gut (92 bis 91 Punkte) und befriedigend (90 Punkte und darunter). 14 Mal wurde die Höchstnote "vorzüglich" und 30 Mal die zweithöchste Note "hervorragend" vergeben.

Johannes Weiß ging auch auf den Bau der Geflügelzuchtanlage ein: "Die fünf Stallgebäude sind erstellt, das Dach ist dicht und die Dachrinne ist angeschlossen. Nun warten wir noch auf die Fenster und Türen, die wir heuer noch einbauen wollen."

Dem Schirmherrn überreichte er neben verschiedenen frischen Eiern noch eine besondere Krawatte. "Die hattest du dir doch letztes Jahr schon gewünscht", lachte Weiß. Fischkal bedankte sich und sprach seine große Bewunderung aus für die geleistete Arbeit, die so eine Schau mit sich bringt. "Wie Edmund Brehm schon vorhin bemerkte, seid ihr auch Naturschützer. Ihr sorgt dafür, dass Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, erhalten bleiben."

Ausstellungssieger 2019 ist Jochen Sperber, Rassesieger wurden beim Wassergeflügel Anja Dreßel, bei den Hühnern Tim Seehof (Jugend), bei den Zwerghühnern Sebastian Brehm, bei den Tauben Reiner Großmann und beim Ziergeflügel Kerstin Sperber. Jugendmeister wurde Tim Seehof vor Jakob Hummel, Tippsieger 2019 ist Jochen Sperber. Johanna Blum

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