Haßfurt

Es gibt keine zweite Erde

Der SPD-Kreisverband Haßberge setzt sich für das Volksbegehren zum Artenschutz ein.
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Die Menschheit muss lernen, verantwortungsvoller mit dem Planeten umzugehen. Das ist keine Option, sondern ein Muss, eine zweite Erde steht nicht zur Verfügung. Unter diesem Motto stand die Diskussion in der SPD-Kreisvorstandschaft Haßberge in der Gaststätte am Freizeitzentrum Haßfurt zum Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen".

Stellvertretender Kreisvorsitzender Paul Hümmer stellte die Hintergründe und Zielsetzungen des Volksbegehrens vor. Die Kreis-SPDler fassten den Beschluss, das Volksbegehren, das am Donnerstag, 31. Januar, in den Rathäusern anläuft, aktiv zu unterstützen, wie die Partei mitteilte. Die drei Bürgermeister Helmut Dietz, Jürgen Hennemann und Bernhard Ruß teilten mit, als Erstunterzeichner für das Volksbegehren werben zu wollen.

Die Hintergründe

Kreisrat Paul Hümmer, Sand, erläuterte dem Gremium, worum es beim Volksbegehren geht. Im Zeitraum zwischen 1989 und 2016 gab es einen Rückgang von bis zu 80 Prozent an Fluginsekten. Das sei eine katastrophale Entwicklung - auch und besonders für die Menschen. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten haben laut Paul Hümmer eine elementare Bedeutung für die Wild- und Nutzpflanzen, für den Bestand der Vögel in Bayern und natürlich auch für die Lebensmittelproduktion. Daher packe nun ein sehr breites Bündnis, auch die SPD, in Bayern an, um mit dem "Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen!" das bayerische Naturschutzgesetz so zu ändern, dass die heimischen Arten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel auch in Zukunft überleben können, so Paul Hümmer.

Für Wende in der Agrarpolitik

In der Diskussion machten Teilnehmer deutlich, ohne einen Wandel in der Agrarpolitik, der industriellen Landwirtschaft, werde es keinen Fortschritt im Artenschutz zum Wohl der Umwelt und letztlich auch im Gesundheitsinteresse der Menschen geben. Es würden mehr Naturschutzflächen wie Blühstreifen und Hecken sowie geschützte Gewässerrandstreifen in der Landwirtschaft gebraucht. Der Umbruch von bisherigem Dauergrünland auch im Maintal müsse aufhören. red

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