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Forchheim
Videokonferenz

Erzieher kritisieren das Kultusministerium

In einer Videokonferenz haben sich die Mitglieder des Kreisvorstandes der GEW Forchheim über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs ausgetauscht. Grundsätzlich wurde die Maßnahme begrüßt. Kreisvorsitzen...
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In einer Videokonferenz haben sich die Mitglieder des Kreisvorstandes der GEW Forchheim über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs ausgetauscht. Grundsätzlich wurde die Maßnahme begrüßt. Kreisvorsitzender Andi Hartmann sieht allerdings besonders in Grund- und Förderschulen jede Menge Risiken und ungelöste Probleme, wie Händewaschen mit nur einem Waschbecken und ohne Warmwasser? Das Einhalten des Sicherheitsabstandes bei pflegebedürftigen Schülern? Er warnte vor voreiligem Handeln.

Co-Vorsitzende Monika Gütlein wiederholte die GEW-Forderung: "Gesundheit first" und bekräftigte: "Bestimmte Standards bezüglich Hygiene und Abstandsregeln sind ohne Wenn und Aber einzuhalten!" Im Zusammenhang mit der Schülerbeförderung erinnerte Hartmann, dass in vielen Bussen diese Standards nicht angekommen seien. Vorstandsmitglied Ulla Schuster übte Kritik an der zu langsamen Kommunikation des Kultusministeriums. Die Eltern fragten bei der Schulleitung nach, die aber keine Infos dazu bekommen habe. Wichtige Infos kämen oft erst freitags nach 10 Uhr, so dass Wochenendarbeit anfalle, um Gruppen einzuteilen und Eltern zu informieren.Die Forderungen nach geteilten Klassen seien in den meisten Schulen aus Personal- und Raumnot kaum umzusetzen. Die Bildungsgewerkschaft sei sich der momentanen Ausnahmesituation bewusst, so Hartmann. Er forderte: Statt in Pressekonferenzen von einer guten Kommunikation mit Personalratsgremien, Verbänden und Lehrkräften zu sprechen, sollte dies in die Tat umgesetzt werden. Er forderte eine bessere Einbindung der Schulleitungen. Gemeinsame Absprachen und Planungen seien unerlässlich. Dem Staatlichen Schulamt Forchheim indes zollten die Gewerkschafter ihre Anerkennung, da es die Schulleitungen gut unterstützt habe. red