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Eggolsheim

Erzbischof spricht über Influencer

Ordensleute aus der ganzen Erzdiözese kamen nach Hallerndorf, um mit Erzbischof Ludwig Schick den "Tag des geweihten Lebens" zu feiern.
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Erzbischof Ludwig Schick mit Pfarrer Matthias Steffel beim Einzug in die St. Sebastiankirche. Foto: Mathias Erlwein
Erzbischof Ludwig Schick mit Pfarrer Matthias Steffel beim Einzug in die St. Sebastiankirche. Foto: Mathias Erlwein

Etwa 50 Ordensleute, Schwestern und Patres, waren in die Hallerndorfer St. Sebastiankirche gekommen, um gemeinsam mit Erzbischof Ludwig Schick den "Tag des geweihten Lebens" zu begehen.

Die Messfeier wurde von der Gruppe "Taktvoll" musikalisch umrahmt. Die vielen Schwestern und Patres aus den Bereichen Bamberg, Gaustadt, Burgkunstadt, Vierzehnheiligen, Eggolsheim und Erlangen der Erzdiözese zogen zu Beginn des Gottesdienstes mit Kerzen ein und stellten sie vor dem Altar in einem Lichtermeer auf.

Pfarrer Matthias Steffel hieß die Gäste und den Erzbischof nach dem Einzug herzlich im Aischgrund willkommen. Der Hallerndorfer Pfarrgemeinderat hatte die Pfarrkirche festlich geschmückt und damit die Kerzenweihe durch den Bamberger Oberhirten zu Beginn des Gottesdienstes zu einem besonders festlichen Erlebnis gemacht.

Augen, die das Heil sehen

Der Brauch, zu Mariä Lichtmess Kerzen zu segnen, ist schon viele Jahrhunderte alt. Das Fest Mariä Lichtmess erinnert an die Darstellung Jesu im Jerusalemer Tempel. Das Lukas-Evangelium berichtet vom alten Simeon, der das Kind voll Freude in seine Arme schließt und sagt: "Meine Augen haben das Heil gesehen". Dieses Loblied, das Jesus als Messias pries, griff Erzbischof Schick in seiner Predigt auf. Er stellte einen Vergleich zum aktuellen Sprachgebrauch an. "Kennen sie das neue Wort Influencer?", fragte er. Also Männer und Frauen, die anderen etwas einsagen und Einfluss nehmen, umschrieb er für die ältere Generation den Begriff. Schick führte aus, dass Influencer Schlechtes einflüstern können.

"Früher gab es das auch schon. In meiner Jugendzeit sagte man Ohrenbläserei dazu", erinnerte er sich. Influencer können aber auch etwas Gutes bewirken. So wie Simeon und Hanna bei der Szene im Lukas-Evangelium, in der sie bekennen, das Jesus der Erlöser ist. Schick rief die Gläubigen dazu auf, weiterzugeben, was einem Freude macht: "Gebt die Botschaft Jesu Christi weiter". Denn alle Christen seien Berufene, Eheleute genauso wie Ordensleute oder Priester und Diakone, betonte der Erzbischof in seiner Predigt.

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