Coburg
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Erzbischof Ludwig Schick zu Gast beim Caritasverband

Der römisch-katholische Erzbischof Ludwig Schick ist Gründer der Familienstiftung "Kinderreich". Diese Woche übergab die Stiftung insgesamt 45 000 Euro an etliche Caritasverbände (CV). Damit werden 44...
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Voller Freude nahm Erzbischof Ludwig Schick die Dankesbilder der Kinder entgegen, um die sich Kerstin Ponsel und Tanja Völker (von links) bei ihrer Arbeit im Caritasverband kümmern.  Foto: Edwin Meißinger
Voller Freude nahm Erzbischof Ludwig Schick die Dankesbilder der Kinder entgegen, um die sich Kerstin Ponsel und Tanja Völker (von links) bei ihrer Arbeit im Caritasverband kümmern. Foto: Edwin Meißinger

Der römisch-katholische Erzbischof Ludwig Schick ist Gründer der Familienstiftung "Kinderreich". Diese Woche übergab die Stiftung insgesamt 45 000 Euro an etliche Caritasverbände (CV). Damit werden 44 Familien mit mindestens vier Kindern aus dem Gebiet der Erzdiözese Bamberg sowie fünf Projekte unterstützt. Verbunden war mit dieser Spendenübergabe ein Fachgespräch beim Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Coburg.

Hilfe in Wüstenahorn

Denn zu den erwähnten Projekten zählt auch das Wüstenahorner Projekt "Globus - Vielfalt im Stadtteil". Projektleiterin Olga Byrukov informierte ihre Kollegen, dass das Globus-Projekt aus dem Stadtteilmütterprojekt Känguru und dem interkulturellen Kinder- und Jugendtreff Kaleidoskop entstanden sei. Beide ehemalige Projekte hätten sich intensiv über mehrere Jahre verbindend und auf sozialen Ausgleich bedacht (integrativ) für den Coburger Stadtteil Wüstenahorn eingesetzt. "Auch das neue Projekt ist präventiv, interkulturell, familienorientiert und nachhaltig angelegt. Es ist vor allem orientiert an den Bedürfnissen im Stadtteil", betonte Byrukov. Ein neuer Bestandteil sei das Beratungsangebot von Globus. Arbeit, Gesundheit, Wohnen, Partnerschaft, Integration, individuelle Elterngespräche und eventuelle Weitervermittlung an Fachstellen gehörten in diesen Bereich. Vorwiegend seien geschulte ehrenamtliche Helferinnen bei den niedrigschwelligen Angeboten in diesem Projekt tätig. Demnächst werde der erste Mann seine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen und damit hoffentlich weitere Zielgruppen erreichen. Die Ehrenamtlichen seien russischer, arabischer, kurdischer, afghanischer und deutscher Herkunft.

Verena Zepter, Leiterin der sozialen Beratung und Schuldnerberatung des Caritasverbands Erlangen, erzählte von ihrer Arbeit in kinderreichen Familien und wofür das Geld der Stiftung verwendet werde. So zum Beispiel für eine Mutter mit fünf Kindern. Da die Familie in eine neue Wohnung gezogen sei, habe sie den Wunsch, gemeinsam an einem Esstisch zu sitzen und ihre Mahlzeiten einnehmen zu können. Von daher stünden ein Esstisch, Kleidung und ein Schreibtisch für die Kinder ganz oben auf der Wunsch- und Hilfsliste. Der Erzbischof wies darauf hin, dass er selbst aus einer größeren Familie stamme. "Kinderreiche Familien sind sehr schön!", betonte Schick. Er wisse jedoch auch von den Nöten, die in einer großen Familie entstehen könnten. Von daher sei die Bekämpfung der Schwierigkeiten sein erster Gedanke gewesen, als er die Stiftung gegründet habe. Norbert Hartz, Geschäftsführer des Caritasverbandes Coburg, hob hervor: "Aktion Kinderreich zeigt, dass die Menschen in ihrer Not nicht allein gelassen sind."

Krankheit macht arm

Tanja Völker von der allgemeinen sozialen Beratung des Caritasverbands Stadt und Land referierte anschaulich über die Thematik "Armut macht krank". Hier hob sie als Beispiel eine Familie hervor, die mit ihrem finanziellen Etat gut umgehe, jedoch plötzlich vor große finanzielle Herausforderungen gestellt werde. Kerstin Ponsel, allgemeine soziale Beratung des Caritasverbands Coburg, referierte über den Bereich "Kranksein macht arm". Sie betonte, dass hier sowohl die körperliche als auch die geistige Gesundheit betroffen sein können. Beide Referentinnen übergaben an Erzbischof Schick als kleines Dankeschön Bilder der Kinder, die sie betreuen und mit denen sie hoffnungsvoll zusammenarbeiten. em

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