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Erste Verunsicherungen in der Automobilbranche lassen die Arbeitslosenzahlen steigen

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Haßberge ist von Mai auf Juni um 22 Personen auf 1246 Erwerbslose gestiegen. Diese Zahlen nannte am Montag die Agentur für Arbeit in ihrem Monatsbericht für den Juni ...
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Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Haßberge ist von Mai auf Juni um 22 Personen auf 1246 Erwerbslose gestiegen. Diese Zahlen nannte am Montag die Agentur für Arbeit in ihrem Monatsbericht für den Juni 2019.

Die aktuell 1246 Erwerbslosen sind 181 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug jetzt im Juni 2,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 2,1 Prozent.

Der Bestand an verfügbaren Arbeitsplätzen ist im Juni 2019 um 38 auf 798 offene Stellen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 27 offene Arbeitsstellen weniger.

Die Agentur für Arbeit spricht beim Blick auf den Arbeitsmarkt im Juni 2019 von einer "insgesamt positiven" Entwicklung. "Bei einigen Betrieben ist eine durch internationale Entwicklungen und auch durch den Strukturwandel in der Automobilindustrie hervorgerufene erste Verunsicherung zu spüren. Die Arbeitslosigkeit ist anders als im Juni üblich nicht gesunken, sondern blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert. Jedoch ist der Arbeitsmarkt weiterhin robust und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern hat in diesem Monat wieder spürbar angezogen", stellt Thomas Stelzer, Leiter der Schweinfurter Agentur für Arbeit, fest.

Die Behörde in Schweinfurt ist zuständig für die gesamte Region Main-Rhön. Das sind die vier Landkreise Schweinfurt, Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld sowie die Stadt Schweinfurt. Im Kreis Haßberge betreibt die Agentur für Arbeit eine Geschäftsstelle in der Kreisstadt Haßfurt.

Der Bestand an offenen Stellen im ganzen Agenturbezirk durchbrach im Berichtsmonat wieder die 5000er-Marke. Mit 5058 Angeboten, einer Steigerung von 60 Stellenangeboten (1,2 Prozent) gegenüber dem Vormonat, bewegte sich der Bestand weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, meldet die Arbeitsagentur. "Grundsätzlich tragen die weiterhin stabile wirtschaftliche Lage und das vergleichsweise hohe Alter der Belegschaften in den Betrieben zur hohen Arbeitskräftenachfrage bei. Zunehmende Besetzungsschwierigkeiten in vielen Branchen führen zu einem hohen Niveau des Stellenbestandes", so Stelzer im Juni-Bericht. ks

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