Kronach

Erste KZG-Schlange aus dem 3-D-Drucker

Dank der Spende von Rolf Hering ist das Kaspar-Zeuß-Gymnasium (KZG) nun stolzer Besitzer eines 3-D-Druckers. Das als mint-freundlich ausgezeichnete Gymnasium ist damit um ein weiteres Mosaiksteinchen ...
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Designer Rolf Hering bei der Vorstellung des neuen 3-D-Druckers in der Studiobühne des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums Kronach Foto: Verena Zeuß
Designer Rolf Hering bei der Vorstellung des neuen 3-D-Druckers in der Studiobühne des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums Kronach Foto: Verena Zeuß

Dank der Spende von Rolf Hering ist das Kaspar-Zeuß-Gymnasium (KZG) nun stolzer Besitzer eines 3-D-Druckers. Das als mint-freundlich ausgezeichnete Gymnasium ist damit um ein weiteres Mosaiksteinchen in der Förderung von Technikkompetenz reicher. Der Designer stellte Schülern sowie Lehrkräften die Funktionsweise sowie die Möglichkeiten des neuen 3-D-Druckers in der Studiobühne des KZG vor.

Zunächst erklärte Schulleiterin Renate Leive, dass den Schülern mit dem neuen 3-D-Drucker nun die Technologie der Zukunft zur Verfügung stehe. Gerade für den naturwissenschaftlich-technologischen Zweig des Gymnasiums sei das eine große Bereicherung.

Im Anschluss wagte Rolf Hering einen Versuch mit dem Publikum in der Studiobühne: Er führte den Zuschauern die Schritte bis zum ersten gedruckten Modell anschaulich vor.

"Die Produkte, die man gestaltet, will man irgendwann auch einmal in der Hand haben", beschrieb er den Entwicklungsprozess. Früher habe man einen "Handwerker" gebraucht, der in einem subtraktiven Verfahren ein Modell herstellt. Ein 3-D-Drucker lasse dagegen im additiven Fertigungsverfahren aus dem Nichts etwas entstehen.

"Serienproduktion wird möglich"

Hering erklärte die Einsatzgebiete und Möglichkeiten der neuen Drucker. Er ist sich sicher: "3-D-Druck wird bald das Herstellungsverfahren sein, das Serienproduktion ermöglicht." Sehr bildlich erklärte er das Vorgehen bei diesem Druckverfahren: "Als Kinder haben wir alle aus Knetmasse Würste gerollt und damit durch Aufeinandersetzen Blumentöpfe oder Vasen hergestellt." Ähnlich funktioniere der 3-D-Drucker, der beispielsweise "Kunststoff-Würste" übereinanderlege und dadurch Formen entstehen lasse. Allerdings reproduziere er nur Daten, weshalb man mit einem Drucker allein wenig anfangen könne. Man brauche auch Computerdateien der 3-D-Modelle.

Als Beispiel wurde das Logo der Schule, die geflügelte Schlange, als 3-D-Modell auf dem Computer erzeugt, das anschließend an den Drucker geschickt wurde. Dann bewegte sich, wie von Geisterhand gesteuert, der Druckkopf des Druckers. Langsam wurden verschiedene Schichten Kunststoff auf das Druckbett gelegt, die nach 21 Minuten das Endergebnis zeigten: Die erste KZG-Schlange aus dem 3-D-Drucker! red

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