Forchheim

Erste Hürde genommen

Einen Tag vor Ablauf der Frist hat "Rettet die Bienen" in Forchheim bereits deutlich die angestrebte Zehn-Prozent-Marke überschritten. Die Unterstützer jubeln.
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Große Holzbiene  Foto: gogo5760/Fotolia
Große Holzbiene Foto: gogo5760/Fotolia

Johannes Höllein Die Bienen haben den Nerv der Bevölkerung getroffen. Kurz vor Ende der Unterschriftenaktion haben sich bayernweit allem Anschein nach genug Unterstützer des Volksbegehrens "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" gefunden. Zwar gibt es noch keine offiziellen Zahlen, aber doch untrügliche Indikatoren dafür, dass die Initiatoren die erste wichtige Hürde genommen haben, um einen Gesetzesvorschlag einreichen zu können.

Die bayerische Staatsregierung hat sich offenbar bereits darauf eingestellt, denn sowohl Ministerpräsident Markus Söder als auch Umweltminister Thorsten Glauber aus Forchheim haben verbal schon die große Umarmung vollzogen und angekündigt, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das Befürwortern wie Gegnern des Volksbegehrens gerecht werden soll.

Im Schnitt rund 14 Prozent

Der Bund Naturschutz, der zum Unterstützerkreis des Volksbegehrens zählt, hat in Forchheim für heute Abend (20 Uhr) vorsorglich schon zu einer "Wahl-Party" in seine Geschäftsstelle in der Vogelstraße geladen. Die Auswertung aus dem Landkreis (Stand 11.2.) geben den Naturschützern Recht: Zwölf Kommunen hatten ihre Zahlen am Montagabend aktualisiert, 7131 der dort bis zu diesem Zeitpunkt abgegebenen Stimmen entsprechen einem Anteil von 13,9 Prozent. In der Stadt selbst waren bis dahin 3415 Unterschriften abgegeben worden (14,5 Prozent), in Igensdorf (16,5), Eggolsheim (16,7) oder Poxdorf (17,0) war der Anteil am höchsten. Dazu kommen Gemeinden wie Neunkirchen am Brand, Langensendelbach oder Ebermannstadt, die ihre Zahlen vor dem Wochenende zuletzt aktualisiert hatten und schon zu diesem Zeitpunkt Werte zwischen 15 und 18 Prozent vorweisen konnten.

Mehr Skepsis auf dem Land

Was auffällt: Je urbaner die Kommune, desto höher der Anteil der Unterstützer, in den eher ländlich geprägten Gebieten herrscht mehr Skepsis. Frei nach dem Motto: Wer sich informiert, kann das Volksbegehren nicht guten Gewissens unterschreiben. Doch auch unter diesen Gemeinden findet sich fast keine, die die von den Befürwortern angestrebte Marke von zehn Prozent nicht erreicht hat oder zumindest an ihr kratzt. Die meisten Vorbehalte gab es in Obertrubach (6,8 Prozent am Montagabend), aber auch in Weilersbach (9,6) oder Leutenbach (10,2) verfingen die Argumente der Befürworter nicht so stark wie anderswo.

In der Annahme, dass einschließlich heute noch Stimmen dazukommen, sollte - hochgerechnet von Forchheim auf Bayern - aus Sicht der Unterstützer nichts mehr anbrennen. Die Chancen stehen sogar gut, dass das Volksbegehren "Artenvielfalt - Rettet die Bienen" zum erfolgreichsten seit mehr als 50 Jahren werden könnte. Im Münchner Umland gibt es Kommunen, in denen sich mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Bürger eingetragen haben.



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