Herzogenaurach

Erste Börse für die Frauen

Der Herzogenauracher Zonta-Club lud zu "Frauenzimmer" ein. Interessierte konnten sich über alle Bereiche informieren, in den Frauen aktiv sind oder die sich an Frauen richten und unterstützen, wenn mal dringend Hilfe nötig ist.
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Patrizia Siontas vom Haus der Kulturen spricht mit Margita Becker von "Zonta".  Fotos: Gabriela Ruyter
Patrizia Siontas vom Haus der Kulturen spricht mit Margita Becker von "Zonta". Fotos: Gabriela Ruyter

Bei der ersten Frauen-Netzwerk-Börse mit dem Titel "Frauenzimmer" stellten im Katholischen Pfarrzentrum St. Magdalena Herzogenaurach verschiedene Vereine und öffentliche, kirchliche, karitative Organisationen aus. Das Motto lautete "Kontakte knüpfen, informieren, mitmachen und Spaß haben".

Mit Kaffee und Kuchen waren die Kontakte schnell geknüpft und Frauen und einige Männer konnten angeregte Gespräche führen. Die Ausstellerinnen kamen aus Sport, Kultur, Kirche und dem Bereich Soziales Engagement. Vertreten waren unter anderem die Volkshochschule Herzogenaurach, das Generationen-Zentrum, Lebenshilfe und Stadtbücherei. So konnten die Frauen sich gut informieren, kennenlernen, vernetzen und über Kooperationen nachdenken.

Die meisten Ausstellerinnen engagieren sich in karitativen Projekten. Ein Beispiel für eine Kooperation stellte Ille Prockl-Pfeiffer, die frisch gegründet worden ist. Sie heißt "Nah mit Herz(o)" und ist eine Kooperation von Caritas, Frauenbund und der Agenda 21 (Arbeitskreis Soziales und Kommunikation). "Hier geht es darum, Menschen in Herzogenaurach zu unterstützen, die für kurze Zeit und schnell Hilfe brauchen."

Auch die Tafel unterstützt Menschen in Not. "Es können alle kommen, die Hilfe benötigen. Ganz unbürokratisch, Sie müssen sich nur bei mir melden und ich überprüfe die Bedürftigkeit. Hier in Herzogenaurach werden sehr hochwertige Lebensmittel weitergegeben". Das sagte Helga Kirsch.

Ausbildung zur Hospizbegleiterin

Die evangelische Kirche bietet unter anderen ein offenes Frauencafé an. " Es können alle Frauen kommen, die Interesse haben und wir haben noch viel mehr Angebote, bei uns ist immer was los," erklärt Monika Rösner. Angela Horcher vom Hospizverein Herzogenaurach stellt fest: " Bei uns kann man eine Ausbildung zur Hozpizbegleiterin machen. Man muss sich nicht verpflichten, man kann den Kurs auch nur für sich machen." In der Turnerschaft Herzogenaurach sind alle willkommen, die sie sportlich betätigen möchten, aber auch alle, die die gerne bei sportlichen Events mal gerne die Zeit stoppen wollen und vieles mehr.

Die Stadtbücherei präsentierte ein breites Angebot von Medien, Büchern und Vorlesestoff für Kinder. "Was ganz neu ist, sind die Makerboxen für Technik- und Naturbegeisterte. Hier können groß und klein Spaß haben," sagte Gabriele Lechner, Leiterin der Stadtbücherei. Auch habe man einen englischen Bücherklub und würde sich auch über andere Sprachen freuen.

Die Volkshochschule hatte die Idee zu einer kleinen Umfrage bei den Besucherinnen. "Wir wollten wissen, was für Wünsche und Erwartungen die Besucherinnen an die VHS haben," sagte Fabienne Geißdörfer. "Von Skulpturen mit Kettensäge bis Auquacycling oder Bilinguale Kurse war alles drin." Für Frauen aus aller Welt gab es ebenfalls eine Anlaufstelle. Wie zum Beispiel die Women's English Book Group, die sich einmal im Monat beim Brunch und Buch trifft, oder die International Women's Group, die mit Frauen aus aller Welt Aktivitäten aller Art unternehmen.

InTeMi (Haus der Kulturen) ist auch ein internationaler Verein. "Wir möchten gerne Menschen aus allen Kulturen und Ländern zusammenbringen." Es geht um einen Austausch von Wissen, kulturelles Networking und gemeinsame kulturelle und interkulturelle Veranstaltungen. Sie möchten auch praktische Hilfe geben, wie zum Beispiel eine Antwort auf die Frage geben: "Wie funktioniert unser Schulsystem?" Man hilft bei schulischen Problemen oder Behördengängen, wenn sprachliche Hindernisse bestehen. Darüber informierten Svetlana Lavrova und Patrizia Siontas.

Aktiver Seniorenbeirat

Der Seniorenbeirat ist ein sehr aktiver Verein. Hier kann man was alles über den Computer lernen sowie über Basteln, Handwerken und so weiter. Der Beirat unterstützt die Senioren bei dem Thema Rente. " Bei uns können auch Nichtsenioren mitmachen", sagten Christine Müller und Claudia Föger. "Wir haben gemerkt, dass es in Herzogenaurach eine sehr große Nachfrage nach Leihomas und -opas gibt, da würden wir uns sehr freuen, wenn sich mehr zur Verfügung stellen würden." Die Stadt Herzogenaurach war mit Katja Heil vertreten. Sie ist Ehrenamtskoordinatorin und erreichbar über die Homepage der Stadt. Bei ihr laufen viele Fäden zusammen und sie kann beim Verknüpfen helfen.

Die Teilnehmerinnen haben es sehr genossen, Kontakte herzustellen und Menschen kennenzulernen. Die "Zontas" Margita Becker und Eva Kaindl zeigten sich zufrieden mit der Veranstaltung, die gut besucht war. Vielleicht gibt es nächstes Jahr wieder ein Frauenzimmer.

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