Münnerstadt
Südlink

Erst Ende 2021 steht der genaue Verlauf der Stromtrasse fest

Die geplante Stromtrasse Südlink war der einzige Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung am Mittwoch. Saskia Albrecht und Karl Wieland von der Transnet BW informierten die Stadträte über das Verfahren...
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Die geplante Stromtrasse Südlink war der einzige Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung am Mittwoch. Saskia Albrecht und Karl Wieland von der Transnet BW informierten die Stadträte über das Verfahren und den Trassenverlauf. Dabei stellte sich heraus, dass zwar Ende dieses Jahres feststehen wird, ob die Kabel innerhalb eines 1000 Meter breiten Streifens entlang der A 71 verlegt werden, wo genau das aber dann sein wird, kann erst Ende 2021 gesagt werden.

Bürgermeister Helmut Blank (CSU) verwies auf die Wichtigkeit des Themas. Die Stadt müsse nun ihre Stellungnahme zur geplanten Trasse an die Bundesnetzagentur schicken. Am 18. Juni sollen die Bürger noch einmal bei einer Versammlung informiert werden.

Saskia Albrecht informierte, dass derzeit vier Kabelgräben mit je zwei Kabeln geplant seien, die 1,6 Meter tief liegen werden. Die Breite der Trasse beträgt 34 Meter. Dieser Bereich darf nicht aufgeforstet oder bebaut werden. Es sei allerdings möglich, dass sich die Anzahl der Kabel verringert, falls die Spannung erhöht werden kann.

Nicht durch die Brücke

Ausführlich ging Saskia Albrecht darauf ein, wie die möglichen Trassen bewertet und miteinander verglichen werden. In die Lauertalbrücke können die Leitungen nicht gelegt werden, sagte Karl Wieland auf Nachfrage des Bürgermeisters. Dafür müsste man die Autobahn vier bis acht Wochen sperren und die Leitungen seien auch sehr schwer.

Auf die Frage von Fabian Nöth (Neue Wege) nach einer landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen hieß es, dass diese nicht erworben werden, sondern bei den derzeitigen Eigentümern bleiben. Klaus Schebler (Neue Wege) wollte wissen, wie viel Wärme abgestrahlt wird. Er bekam zur Antwort, dass an der Oberfläche nicht mehr viel von der entstehenden Wärme ankomme.

Matthias Kleren (Freie Wähler) zeigte sich besorgt, weil der Korridor zwischen Münnerstadt und Althausen nicht einmal 1000 Meter breit ist, die Leitung also möglicherweise nah an Wohngebiete herankommt. Anders als bei Freileitungen (Wechselstrom) gebe es bei Gleichstromleitungen keine gesetzlichen Mindestabstände, sagte Saskia Albrecht dazu. Es entstehe aber ein Magnetfeld, das allerdings weit unter den Grenzwerten liege.

Leo Pfennig (Freie Wähler) fragte schließlich nach, wann mit Planungssicherheit zu rechnen sei, weil ja auf den Flächen des Korridors, in denen die Leitungen später nicht liegen werden, Photovoltaikanlagen gebaut werden könnten. Das stehe erst Ende 2021 fest, erfuhr er von Saskia Albrecht.

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