Äußerst positiv war der Jahresbericht von Pfarrer Peter Ahrens in der Hauptversammlung des Diakonievereins für die Gemeinden Neuenmarkt, Wirsberg, Trebgast und Harsdorf (siehe Bericht rechts). Doch einen Wermutstropfen gab es: Die Senioren-Tagesstätte, die im ehemaligen Gasthof "Zum Unteren Wirt" in Hegnabrunn eingerichtet und von der Diakoniestation betrieben werden soll, kann laut Vorsitzendem wohl erst zum 1. April 2018 eröffnet werden - drei Monate später als ursprünglich geplant.
Peter Ahrens machte deutlich, dass die Neuausrichtung innerhalb der ambulanten Pflege mit den fünf Pflegegraden das Betreiben einer Senioren-Tagesstätte erleichtert. "Der wichtigste Grund, weshalb wir die Errichtung anstreben, ist der sichtbar gewordene Bedarf an Betreuung gerade tagsüber, wenn berufstätige Angehörige nicht im Haus sind. Mancher musste schon den ungewollten Umzug ins Pflegeheim antreten, weil die Familie tagsüber keine Betreuung sicherstellen konnte."


Sinnvolle Ergänzung

Hier sei eine Senioren-Tagesstätte eine sinnvolle Ergänzung der ambulanten Pflege. Wenn das morgendliche Abholen und das Heimbringen am Nachmittag gewährleistet sei, können viele ältere Menschen länger als bisher in den eigenen vier Wänden bleiben. Sie würden mit einem Mittagessen versorgt und könnten ein abwechslungsreiches Programm genießen. "Und das zu einem vertretbaren Preis, der nur ein Bruchteil dessen ausmacht, was ein Heimaufenthalt bedeuten würde", so der Vorsitzende und Pfarrer.
Aber auch für die Beschäftigungsstruktur des Pflegeteams habe der Betrieb einer Tagesstätte positive Effekte. Ahrens: "Diejenigen Mitarbeiter, die eine Vollzeitbeschäftigung suchen, können durch eine Kombination von ambulanter Pflege und der Tätigkeit in der Tagespflege attraktive Arbeitszeiten bekommen. Auch dies ist eine Möglichkeit, gute Mitarbeiter zu halten und insgesamt ein attraktiver Arbeitgeber zu sein."
Schatzmeister Manfred Kolb verwies darauf, dass noch Verhandlungen anstünden, bevor er mit "greifbaren Zahlen" dienen könne.
Stationsleiterin Margit Weinlein beschäftigte sich sehr eingehend mit der Tagesstätte, die von Montag bis Freitag, jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet sein werde. Sie zeigte die Vorteile auf: "Die Angehörigen werden entlastet, haben mehr Freiräume und können weiterhin berufstätig sein, denn ihre Familienangehörigen werden den ganzen Tag über betreut. Sie werden auch eine bessere Lebensqualität haben, weil sie an dem Tag, an dem sie bei uns sind, auch etwas erleben."