Kronach
SPD

Ernst machen mit sozialem Wohnungsbau

Die SPD-Stadtratsfraktion will ernst mit dem sozialen Wohnungsbau in der Kreisstadt machen, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu bekämpfen. Nachdem man mit einem Antrag im Stadtrat einen Grundsatz...
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Die SPD-Stadtratsfraktion will ernst mit dem sozialen Wohnungsbau in der Kreisstadt machen, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu bekämpfen. Nachdem man mit einem Antrag im Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zum Erwerb des brachliegenden THW-Geländes am Kreuzberg erreicht hat, will man zeitnah mögliche Partner und Investoren mit ins Boot holen, um auf dem Gelände ein großes Wohnungsbauprojekt auf die Beine zu stellen.

"Seit einigen Jahren wird diskutiert, aber effektiv getan hat sich im sozialen Wohnungsbau noch nichts", hat sich Stadtrat Klaus Simon im Stadtrat schon einige Male empört und selbst bei der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Nürnberg angerufen, um die grundsätzliche Bereitschaft zum Verkauf an die Stadt Kronach zu klären. Eindeutig ist auch die Meinung in der SPD-Stadtratsfraktion, dort sozialen Wohnungsbau durchzuführen, da die Stadt das Grundstück für diesen Zweck vergünstigt erhalten kann. Als Nächstes müsse die Stadt die Fördermöglichkeiten sowie die Bebauung des ca. 2200 Quadratmeter großen Grundstücks klären.

Dann ist es nach Auffassung der SPD notwendig, kompetente Partner und Investoren mit ins Boot zu holen, um das Projekt möglichst schnell und gut zu verwirklichen. Erst letzte Woche hatte die Sparkasse demnach angekündigt, 15 Millionen Euro in Wohnungsbau in den Kreisstädten Kronach und Kulmbach investieren zu wollen. In der Stadt gibt es auch kompetente Wohnungsgesellschaften wie die Oberfränkische Baugenossenschaft. Ihre Erfahrung will die SPD mit nutzen und hat deshalb den Antrag gestellt, sie in den Stadtrat einzuladen, um gemeinsam die Möglichkeiten auszuloten. Ziel ist es, zeitnah ein fertigen Konzept zu haben, mit dem das Grundstück sofort nach dem Erwerb bebaut werden kann, so Fraktionsvorsitzender Ralf Völkl.

Ziel: Anstieg der Mieten bremsen

Dabei soll es nicht bei dem einen Projekt bleiben. Die Stadt verfügt noch über weitere Grundstücke oder sanierungsbedürfte Gebäude, die man bebauen oder sanieren kann, um Wohnraum zu schaffen und durch das erweiterte Angebot dem Anstieg der Mieten entgegenzuwirken. Auch der Erschließung und Nutzung von Baulücken sowie der Ausweisung neuer Baugebiete, bevorzugt als Abrundungen der bestehenden Bebauung, kommt in Kronach nach Meinung der SPD in Zukunft wieder eine stärkere Bedeutung zu. red

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