Coburg
coburg.infranken.de  Für die Genossen der SPD Coburg-Nordost ist das Direktmandat nach München das erklärte Ziel.

Erneuerung geht von der Basis aus

Neben der Einstimmung auf den Landtagswahlkampf standen Vorstandsneuwahlen und die Ehrung von Karl-Heinz Gottschlich für 25 Jahre aktive Mitarbeit im Vorstand der Genossen aus dem Coburger Nordosten a...
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MdL Susann Biedefeld, Jubilar Karl-Heinz Gottschlich, Franziska Bartl, Landrat Michael Busch, Kassierer Maximilian Rühl, Vorsitzender Dominik Sauerteig, Stadtverbandsvorsitzender Stefan Sauerteig, Schriftführer Alois Schnitzer  Foto: privat
MdL Susann Biedefeld, Jubilar Karl-Heinz Gottschlich, Franziska Bartl, Landrat Michael Busch, Kassierer Maximilian Rühl, Vorsitzender Dominik Sauerteig, Stadtverbandsvorsitzender Stefan Sauerteig, Schriftführer Alois Schnitzer Foto: privat
Neben der Einstimmung auf den Landtagswahlkampf standen Vorstandsneuwahlen und die Ehrung von Karl-Heinz Gottschlich für 25 Jahre aktive Mitarbeit im Vorstand der Genossen aus dem Coburger Nordosten auf der Tagesordnung der jüngst abgehaltenen Mitgliederversammlung. In seinem Rechenschaftsbericht betonte Vorsitzender Dominik Sauerteig, dass der Ortsverein auch im vergangenen Jahr wieder aktiv inhaltsbezogene Politik auf allen politischen Ebenen betrieben habe. So sprach man sich nach intensiver Beschäftigung mit den gesetzlichen Grundlagen explizit gegen den Erlass einer Straßenausbaubeitragssatzung in Coburg und für die generelle Abschaffung der Möglichkeit einer Erhebung solcher ungerechten Beiträge aus. Auch wurden 21 Anträge auf allen wichtigen Politikfeldern an den Bundesparteitag adressiert, wenn auch nicht immer mit der erhofften Kursveränderung der Bundespartei.
Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand, bestehend aus dem Vorsitzenden Dominik Sauerteig, seinem Stellvertreter Karl-Heinz Gottschlich, Kassierer Maximilian Rühl und Schriftführer Alois Schnitzer einstimmig wiedergewählt. Das Vorstandsteam kündigte an, den Erneuerungskurs der SPD auch weiterhin inhaltlich von der Basis aus gestalten zu wollen, ab Oktober hoffentlich mit einem Landtagsabgeordneten Michael Busch.


Lebensqualität erhöhen

In seinem Grußwort erläuterte Landrat Michael Busch seine Beweggründe für die Kandidatur für den bayerischen Landtag. Seine Motivation sei getragen von dem Wunsch, für die Menschen im Coburger Land Positives durch Erhöhung der Lebensqualität auch im ländlichen Raum zu erreichen und die rein strategisch denkende festgefahrene Oppositionsrolle der SPD-Landtagsfraktion aufzubrechen. Busch sagte, er strebe den Gewinn des Direktmandates an. Anders als vielfach kolportiert, bedeute der gute Listenplatz 3 auf der oberfränkischen SPD-Liste angesichts des im Vergleich an der Bevölkerung gemessen kleinen Wahlkreises Coburg keinen sicheren Einzug in den Landtag. Es gelte daher, offensiv bei den Bürgern um Vertrauen zu werben. Im Mittelpunkt seiner Agenda stehe dabei die allumfassende Sicherheit der Bürger, die weit über das Bedürfnis nach Sicherheit vor Kriminalität hinausgehe, und insbesondere auch die Themen sichere Arbeit und gute Entlohnung, bezahlbares Wohnen auch im Alter, Zugang zu Nahversorgung auch bei eingeschränkter Mobilität und flächendeckende ärztliche Versorgung sowie gute Pflege und Kindererziehung umfasse. Dabei setze er insbesondere auch auf eine starke SPD-Familie in Coburg Stadt und Land. Denn gemeinsam könne viel erreicht werden.
Der Ortsverein Coburg Nordost versicherte, aktiv mitzuwirken, so wie dies in der Vergangenheit auch gegenüber der derzeit noch amtierenden MdL Susann Biedefeld erfolgte. Diese ging auf den Fehlstart der Staatsregierung unter Ministerpräsident Söder ein, Stichwort Neuordnung des Polizeiaufgabengesetzes. Abschließend diskutierten die Genossen über die anstehenden Entwicklungen auf dem BGS-Gelände. Die Errichtung eines Gesundheitscampus wird dabei als große Chance für die Region gesehen, wenngleich eine solide Finanzierung noch zu klären sei. Dringend angegangen werden müsse die Verwirklichung der Unterführung Bahnübergang Lauterer/Rodacher-Straße. Schon jetzt behinderten die langen Schließzeiten Rettungsdienste und ÖPNV. Diesen Zustand gelte es durch den Bau der Unterführung endlich zu beseitigen. Dominik Sauerteig
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