Herzogenaurach

Erlebnisse eines Bürgermeisters

German Hacker, Bürgermeister von Herzogenaurach, berichtete im Geschwister-Beck-Saal der evangelischen Kirche in einem privaten Vortrag über seine Erfahrungen beim Bau und vor allem über das Wohnen im...
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Hacker nicht als Bürgermeister, sondern als Hausexperte.  Foto: cb
Hacker nicht als Bürgermeister, sondern als Hausexperte. Foto: cb

German Hacker, Bürgermeister von Herzogenaurach, berichtete im Geschwister-Beck-Saal der evangelischen Kirche in einem privaten Vortrag über seine Erfahrungen beim Bau und vor allem über das Wohnen im Passivhaus.

Seit gut 15 Jahren lebt Hacker mit seiner fünfköpfigen Familie bereits im eigenen Passivhaus. Zum Zeitpunkt des Baus war es erst das zweite in Herzogenaurach, Hacker war aber von der Bauweise und deren erheblichem Beitrag zum Klimaschutz schon Jahre zuvor fest überzeugt. Und er ist es mehr denn je, wie man an dem Abend erleben konnte. In dieser langen Zeit von gut 15 Jahren sammelte er viele Erfahrungen mit dem Passivhaus, vereinfacht "1,5-Liter-Haus", und so kam ein spannender, 90-minütiger Vortrag mit vielen Daten und Fakten, anschaulichen Bildern, Tipps und Ratschlägen zusammen. Die zahlreichen praxisnahen Fragen der Zuhörer - "Kann man eine Dunstabzugshaube betreiben?", "Findet man nach 15 Jahren Staubablagerungen in den Lüftungsrohren?" - zeigten deren großes Interesse.

Effektiver Sonnenschutz

Am Ende des Vortrags stand ein klares Resümee. Die Familie würde es - ohne Wenn und Aber - wieder so machen, nicht nur wegen des großen Beitrags zum Klimaschutz oder den niedrigen Energiekosten, sondern schlicht auch wegen des hohen Wohnkomforts durch eine Lüftungsanlage sowie die starke Dämmung der Wände und der Fenster.

Unter den Zuhörern waren sowohl Bürger, die über die Sanierung eines Bestandsgebäudes nachdenken, als auch über einen Neubau. Für beide Gruppen waren die Erfahrungen und praktischen Tipps sehr interessant. Vom Umgang mit einer zentralen Lüftungsanlage über einen effektiven Sonnenschutz bis hin zum Betrieb einer durch Solarthermie und Pelletofen gespeisten Warmwasserversorgung für Heiz- und Brauchwasser war alles dabei. Hackers Resümee: "Die Bauweise ist völlig zukunftstauglich. Ein solches Haus mit diesem Energiestandard wird man auch in 30, 40 und 50 Jahren noch so betreiben können wie heute." Das Eigenheim stand am Sonntagnachmittag Besuchern im Rahmen der deutschlandweiten Passivhaustage zu drei Führungen wie in den Vorjahren offen. Die Führungen übernahm German Hacker natürlich selbst.

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