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Erich Kohlmann ist seit 60 Jahren in der CSU

Der CSU-Ortsverband Weingrats/Kunreuth traf sich zu seiner Jahreshauptversammlung im Vereinslokal "Zur Linde" in Weingarts. Es standen Neuwahlen und Ehrungen an. Überlagert wurde die ganze Veranstaltu...
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Die Ehrung bei der CSU Weingarts (v. l.): Landrat Hermann Ulm, Erich Kohlmann, MdL Michael Hofmann und Edwin Rank  Foto: Franz Galster
Die Ehrung bei der CSU Weingarts (v. l.): Landrat Hermann Ulm, Erich Kohlmann, MdL Michael Hofmann und Edwin Rank Foto: Franz Galster

Der CSU-Ortsverband Weingrats/Kunreuth traf sich zu seiner Jahreshauptversammlung im Vereinslokal "Zur Linde" in Weingarts. Es standen Neuwahlen und Ehrungen an.

Überlagert wurde die ganze Veranstaltung von den bevorstehenden Europawahlen und den Auswirkungen des Volksbegehrens "Rettet die Bienen".

Vorsitzender Edwin Rank begrüßte besonders MdL und Kreisvorsitzenden Michael Hofmann, Landrat Hermann Ulm und Bürgermeister Konrad Ochs. 30 Mitglieder, so Rank, umfasst der Ortsverband zurzeit. Mit 25 männlichen und sechs weiblichen Mitgliedern ist man freilich von einer passablen Frauenquote weit entfernt.

Neben zahlreichen gesellschaftlichen Terminen stand die Ausrichtung eines Ferienprogramms für Kinder an. Ein volles Haus bescherte der Besuch der Kandidatin für die anstehenden Europawahlen, Monika Hohlmeier, am 22. Februar dieses Jahres.

Einer scheidet aus

Glatt über die Bühne gingen die Neuwahlen, geleitet von Michael Hofmann und Konrad Ochs. Vorsitzender bleibt einstimmig Edwin Rank, seine Stellvertreter Michaela Riegel-Engelhardt und Sandra Schmitt. Ausgeschieden ist auf eigenen Wunsch Georg Hötzelein. Schatzmeister bleibt Werner Schneider, als Kassenprüfer erklärten sich Hans Schmitt und Walter Weiss bereit. Schriftführer bleibt Matthias Kügel. Als Beisitzer fungieren Anna Stein, Thomas Siebenhaar, Vroni Kaul, Hans Engelhardt, Katja Albrecht, Andreas Antes und Georg Hötzelein.

Zu wählen waren auch die Delegierten und Ersatzdelegierten in der Kreisvertreterversammlung. Delegierte sind Edwin Rank, Michaela Engelhardt und Hans Schmitt. Zu Ersatzdelegierten wurden bestimmt in der Reihenfolge Thomas Siebenhaar, Anna Stein und Werner Schneider.

Michael Hofmann sprach die Idee von Internetbeauftragten für die Pflege der Seite und Soziale Medien an. Anlässlich der Europawahlen will der Ortsverband einen Infostand am Dorfladen in Kunreuth am 24. Mai aufstellen. Am 15. November ist ein Schafkopfturnier im Sportheim, am 22. November ein "Bockbierfestla" geplant.

Ochs kandidiert 2020 nicht mehr

Bürgermeister Konrad Ochs warf schon einmal einen Blick auf die Kommunalwahlen im März 2020. Mit 66 Jahren will er nicht mehr kandidieren. "Ich war über 30 Jahre ein gewählter Vertreter der Gemeinde, da muss man auch dem Alter Tribut zollen", sagte er. Ochs ließ durchblicken, dass er die Arbeit gerne mache, allerdings die neuen Entwicklungen im Verwaltungsbereich auch frustrierten, wo Gesetze einfach durchgeboxt würden.

Ochs kam auch auf die Kartierung und das Volksbegehren zu sprechen. "Wir hatten nie so viele Bäume wie jetzt, es war nie so schön, Kattenbeck soll sich doch in der Natur umsehen", sagte er mit Blick auf den Naturschützer Heinrich Kattenbeck vom Bund Naturschutz.

Der Abend war Anlass für Michael Hofmann, viele aktuelle Vorgänge aus seiner Sicht zu erklären. Die Grundsteuer sei keine Vermögenssteuer, sondern eine Kompensierung der Gemeinde für ihren Dienst. Deshalb sei der Ansatz nach Vermögen, wie vom Bundesfinanzminister vorgesehen, falsch. Generell plädierte er für die Steuerhoheit in der Kommune für diesen Sektor.

Kritisch äußerte sich Hofmann zur abgeschafften Straßenausbausatzung und das weitere Vorgehen.

Natürlich bildete das Volksbegehren breiten Raum für eine kritische Diskussion in der Runde. Ein Zuhörer fand es seltsam, dass im Text des Volksbegehrens die Biene angeblich nicht einmal genannt wird.

Schließlich betonte Hofmann mit Blick auf die anstehenden Europawahlen deren Bedeutung. Europa habe die längste Friedensphase in der Geschichte beschert, fand endlich Lösungen ohne Waffen. In diesem Zusammenhang warnte er nachdrücklich vor den Extremisten bei der Wahl, die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollten.

Schließlich galt es noch, verdiente Mitglieder zu ehren. Mit 22 Jahren trat Erich Kohlmann in die Partei ein. Jetzt zeichnete ihn Michael Hofmann für 60 Jahre Treue aus. 20 Jahre dabei sind Matthias Kügel und Thomas Simmerlein.

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