Teuschnitz

Erfolgreiches Jahr für Teuschnitz

Mehrere Millionen-Projekte sind in der Stadt Teuschnitz am Laufen oder wurden 2018 auf den Weg gebracht.
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Teuschnitz — Die finanziellen Verhältnisse der Stadt haben sich weiter gebessert. Erneut erhielt man Stabilisierungshilfen von 400 000 Euro. Seit 2006 sind das insgesamt etwa 6,6 Millionen Euro, die überwiegend für die Entschuldung verwendet wurden. Doch auch für Investitionen und Projekte stellt der Freistaat den Kommunen zurzeit sehr viel Geld zur Verfügung, würdigte Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) in ihrem Jahresrückblick die derzeit hervorragende Fördersituation

67 neue Fenster

Erfreulicherweise wurde Teuschnitz im KIP-Programm Rathäuser berücksichtigt. Als energetische Maßnahmen wurden 67 neue Fenster und neun Türen eingebaut. Auf die Gesamtkosten von circa 244 000 Euro erhielt die Stadt einen Zuschuss von 201 000 Euro. Als weitere bauliche Zusatzmaßnahmen ergaben sich im Eingangsbereich und in den Zimmern Kosten von circa 65 000 Euro. "Das Erscheinungsbild ist jetzt ein ganz anderes", lobte Weber.

Es erfolgte eine Erweiterung des Sanierungsgebiets Stadtkern Teuschnitz mit Rappoltengrüner Straße, Wiesenstraße und Steinbacher Weg. Aufgrund des guten Wetters konnte die städtebauliche Großmaßnahme Stadtgraben / Spielplatz / Festplatz / Kulturwiese - Bauabschnitt I - weitgehend abgeschlossen werden.

Verbindung Arnika zur Stadtmitte

Der Stadtgraben mit Parkplatz und Neugestaltung des Bereiches beim Feuerwehrhaus ist fertig. Mit der Kulturwiese erfolgt eine Anbindung zum Kräutergarten. "Das Großprojekt stellt die Verbindung von der Arnika-Akademie zur Stadtmitte her", bekundete Weber.

Ein interessantes Projekt sei der Bau des Jugendtreffs mit Studenten der Uni Weimar gewesen. Die Freigabe und Einweihung des 1,8 Millionen Euro teuren Projekts erfolgt im Rahmen eines großen Kinderfests am 12. Mai 2019.

Für den Stadtumbau Mitte vom Rathaus zum Pfarrhaus - Bauabschnitt II - liegt die Planung vor. Man rechnet mit Baukosten von 1,8 Millionen Euro. "Die Stadtmitte erhält ein komplett neues Gesicht", erklärte die Bürgermeisterin. Baubeginn soll im Frühjahr 2019 ebenso sein wie für das Schwarze Kreuz - ein neues städtebauliches Großprojekt mit rund 6,3 Millionen Euro Umfang. Das Quartier erhält eine Gaststätte, einen Biergarten, Übernachtungsmöglichkeiten und ein Info-Zentrum.

Wohnhaus-Umbau läuft

Als neues städtebauliches Projekt sind der Umbau und die Sanierung des Wohnhauses Hauptstraße 12 mit der Schaffung von drei Mietwohnungen im Gange. "Das kommunale Städtebauförderprogramm ist ein voller Erfolg", freute sich Weber über 25 erfolgte Anträge, davon 16 in 2018. Durch einen Einsatz von 25 000 Euro an städtischen Zuschüssen und einen Staatszuschuss von 100 000 Euro wird ein Investitionsvolumen von 415 000 Euro generiert.

Abgeschlossen wurde der Breitbandausbau mit einem Volumen von 450 000 Euro und einem Zuschuss von 90 Prozent.

Im Baugebiet Teuschnitz-Aue in Fortsetzung der Petrus-Zweidler-Straße entstanden elf Bauplätze.

Der im Frühjahr begonnene Ausbau der Ortsdurchfahrt KC 8, Reichenbacher Straße konnte nicht - wie eigentlich geplant - heuer abgeschlossen werden. Die Baumaßnahme erwies sich wegen der Ver- und Entsorgungsleitungen als schwierig. Aufgrund der Baustelle ergaben sich Probleme für die Betriebe und Geschäfte an der Straße sowie für die Anlieger. Seit 21. Dezember ist die Straße wieder befahrbar. Die Feinteerung mit Verlegung der Zufahrt Weidenstraße und Ausbau der Kreuzung Weidenstraße erfolgt im Frühjahr 2019.

In Wickendorf steht der Ausbau der beiden Gemeindeverbindungsstraßen und der Umbau der alten Schule zum Dorfgemeinschaftshaus mit Mietwohnungen an. Für den Umbau rechnet man mit Kosten von 1,2 Millionen Euro und einen Zuschuss von 90 Prozent auf die zuwendungsfähigen Kosten.

Wasserbezug geklärt

Nach jahrelangen Querelen mit der Frankenwaldgruppe konnte das unleidige Thema des Wasserbezugs für Teuschnitz und Wickendorf gelöst werden. Die FWO liefert ab dem 1. Januar direkt Wasser für Teuschnitz und Wickendorf zum Preis von 0,77 Euro/m³ netto (ohne Hochbehälter) beziehungsweise 0,80 Euro/m³ (mit Hochbehälter). Die FWG hatte zunächst der Stadt untersagt, ohne ihre Zustimmung günstiges Wasser bei der FWO zu beziehen. "Diesen Krieg haben wir gewonnen", konstatierte die Bürgermeisterin. "2019 wird wieder sehr arbeitsreich", zeigte sich die Bürgermeisterin sicher.

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