Koppenwind

Er kennt Menschen und Region

Der aus Koppenwind stammende Jurist Anton Lohneis ist neuer Präsident des Landgerichts Bamberg.
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Anton Lohneis
Anton Lohneis

Der Bayerische Staatsminister der Justiz, Georg Eisenreich, hat Anton Lohneis (63 Jahre) in das Amt des Präsidenten am Landgericht Bamberg eingeführt. Anton Lohneis, der aus Koppenwind in der Gemeinde Rauhenebrach stammt, tritt damit die Nachfolge von Friedrich Krauß (67 Jahre) an, der in den Ruhestand trat. Der Festakt, an dem laut Justiz-Angaben viele Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Ober- und Unterfranken teilnahmen, fand im Kaisersaal der Justizvollzugsanstalt in Ebrach statt.

Lohneis, der seit 1987 bei der bayeri-schen Justiz arbeitet, war viele Jahre bei Coburger Justizbehörden tätig, unter anderem als Direktor des Amtsgerichts, Leitender Oberstaatsanwalt und zuletzt als Präsident des Landgerichts. Justizminister Eisenreich bezeichnete Lohneis, der 2015 bereits Nachfolger von Krauß an der Spitze des Landgerichts Coburg wurde, als "idealen Nachfolger" und hob dessen Einsatz bei der Pilotierung der elektronischen Akte am Landgericht Coburg hervor. Anton Lohneis vereine "wohltuende fränkische Gemütlichkeit mit eiserner Schaffenskraft".

Der Justizminister lobte den Justizstandort Bamberg und versicherte, die Politik, werde sich auch in Zukunft für eine starke Polizei, starke Sicherheitskräfte und eine starke Justiz einsetzen.

Manfred Schmidt, Vizepräsident des Landgerichts Bamberg, sagte zum neuen Präsidenten, Lohneis eile ein guter Ruf voraus. Den Landgerichtsbezirk Bamberg samt der Kreise Forchheim und Haßberge kenne er besser als alle seine Vorgänger, da er in den vergangenen Jahrzehnten viele Wanderungen durch die Fränkische Schweiz, den Steigerwald und die Haßberge unternommen habe, so dass er die Menschen, die hier zu Hause sind, kenne und Verständnis und Sympathie für sie habe. Dies sei oft genauso wichtig wie das hervorragende juristische Wissen, über das Lohneis verfüge, resümierte Schmidt.

Nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit bei der Coburger Justiz kehrt Anton Lohneis in seine Heimat zurück. Er blickte sehr zufrieden auf seine Coburger Zeit zurück und bezeichnete den Wechsel nach Bamberg und die Feier im Kaisersaal des früheren Klosters in unmittelbarer Nähe seines Heimatortes Koppenwind als "emotionalen Moment".

Anton Lohneis stellte die Digitalisierung als große Herausforderung für die Justiz dar und appellierte an den Staatsminister, dass bei der Einführung der elektronischen Akte weitere Verbesserungen notwendig seien und die "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gehen müsse. red

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